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Autokorso bis Montagmorgen? BVB kämpft für Meister-Coup

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Kann nach zwei Spielen Sperre wieder angreifen: Marco Reus will seinen ersten Meistertitel.

(Foto: imago images / DeFodi)

Nach der Derby-Niederlage gegen Schalke Ende April erklärt Dortmunds Trainer Lucien Favre den Titelkampf in der Fußball-Bundesliga für beendet. Doch weil auch die Münchner schwächelten, glaubt der BVB vor dem Showdown wieder an sich - und will im Falle des Wunders 24 Stunden feiern.

Kleine Chance, große Zuversicht - beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund wächst der Glaube an ein Meister-Wunder. Selbst der eigentlich als Skeptiker bekannte Vereinsboss Hans-Joachim Watzke schlägt vor dem finalen Titel-Fernduell mit dem FC Bayern forsche Töne an. "Meine Hoffnung wird jeden Tag größer. Ich habe das Gefühl, dass wir vor großen Dingen stehen", sagte der Geschäftsführer vor dem Spiel des BVB am Samstag (ab 15.30 Uhr live im Ticker bei n-tv.de) in Mönchengladbach. Im Fall eines Happy Ends will er es beim Auto-Korso krachen lassen: "Wenn wir dieses Mal Meister werden, können wir 24 Stunden fahren. Wir fahren bis Montagmorgen, ich bleibe an Bord."

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Trotz der zwei Punkte Rückstand auf den FC Bayern, der sein Heimspiel gegen Frankfurt verlieren muss, sprechen sich alle Dortmunder vor dem spannendsten Saisonfinale seit zehn Jahren Mut zu. "Ich glaube, dass die Möglichkeit auch nicht so klein ist, wie der ein oder andere glaubt", sagte Watzke. En passant erinnerte er an den Showdown der Saison 1999/2000, als Leverkusen mit einer 0:2-Niederlage bei der SpVgg Unterhaching noch den Titel an den FC Bayern verlor: "Ich finde die Situation eigentlich ganz cool."

Das übliche psychologische Vorgeplänkel soll dazu beitragen, den Druck auf die Münchner zu erhöhen und der zuletzt verunsicherten eigenen Mannschaft zu mehr Leichtigkeit zu verhelfen. Sportdirektor Michael Zorc empfahl den Profis, das Finale furioso zu genießen: "Wir freuen uns alle riesig auf das Spiel und sind ein bisschen stolz, dass wir dabei sind. Die Anspannung wird am Samstag steigen - das sind schöne Momente." Hinweise auf die ungünstige Ausgangslage für den BVB lassen den im Titelkampf erprobten ehemaligen Profi kalt: "Das ist keine mathematische Kalkulation. Da geht es auch um Dynamiken, die entstehen. Wenn wir in Führung gehen würden, könnte das etwas auslösen."

"Äpplewoi"-Geschenk nach Frankfurt?

Zur Freude von Lucien Favre kehrt Kapitän Marco Reus nach zwei Spielen Sperre zurück. Dagegen bleibt offen, ob der Trainer mit Roman Bürki planen kann. Der Stammkeeper hat wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel nur individuell trainiert und fehlte am vergangenen Wochenende beim 3:2 über Düsseldorf. Die Einheit an diesem Freitag musste er abbrechen. Dennoch sagte Favre: "Für Roman sollte es gehen." Geringere Chancen hat Abwehrspieler Abdou Diallo. "Für ihn wird es schwieriger. Er hat die ganze Woche nicht trainiert, wir werden es erst morgen sehen."

Zur Einstimmung auf den Showdown könnte Favre seinen Profis Bilder von 1995 zeigen. Da gelang es dem BVB , als einer von fünf Klubs in der 56-jährigen Bundesligageschichte an einem letzten Spieltag von Platz zwei auf eins zu springen. Hilfe leistete der FC Bayern, der den Spitzenreiter aus Bremen besiegte. Nun hofft Zorc auf die Frankfurter. Die scherzhafte Frage, ob der Eintracht ein Kasten Bier zugedacht sei, beantwortete er mit dem Hinweis auf die noch mögliche Champions-League-Qualifikation für die Frankfurter: "Ein Kasten Bier als Motivationsgrundlage wäre nicht ausreichend. Außerdem trinken die doch lieber Äppelwoi."

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Quelle: n-tv.de, dbe/dpa

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