Fußball

Watzke fühlt sich "beschissen" BVB räumt Bosz Gnadenfrist ein

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Unter Druck.

(Foto: dpa)

Das Schicksals-Derby gegen Schalke 04 kann Peter Bosz mit Borussia Dortmund nicht gewinnen, sein Amt darf er dennoch behalten - zumindest vorerst. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke macht dem Trainer allerdings eine Ansage, die sehr nach Ultimatum klingt.

Kontinuität statt Trainerwechsel - Borussia Dortmund setzt vorerst weiter auf Peter Bosz. Auf der Jahreshauptversammlung des Bundesligisten kündigte Hans-Joachim Watzke eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem in die Kritik geratenen Fußball-Lehrer an, nahm ihn aber mit deutlichen Worten in die Pflicht. "Ich habe die klare Erwartung an dich, Peter, dass ihr in dieser Woche alles auf den Prüfstand stellt, jeden Stein umdreht."

Der Geschäftsführer machte aus seiner Erwartungshaltung keinen Hehl: "Wir müssen wieder ganz schnell zurück in die Erfolgsspur. Die Champions-League-Qualifikation steht über allem." Die Rede von Watzke konnte die schlechte Stimmung jedoch nur bedingt vertreiben. Die Verärgerung über das 4:4 am Vortag im historischen Revierderby, in dem die Borussia eine 4:0-Pausenführung leichtfertig verspielte, bekamen Bosz und die Profis deutlich zu spüren.

Verstärkung im Winter?

So wurde die Mannschaft bei der Versammlung in der Westfalenhalle von den meisten der über tausend anwesenden Anwesenden mit Pfiffen empfangen. "Ich habe mich gestern Abend genauso beschissen gefühlt wie ihr alle", kommentierte Watzke in seiner Rede an die Mitglieder. Der Geschäftsführer warnte trotz der jüngsten Talfahrt mit zuletzt nur einem Sieg in zehn Pflichtspielen vor Panikmache.

"Wir haben in der Liga nur drei Punkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt der vorigen Saison. Wir sind nach wie vor in Schlagweite, müssen aber die entsprechenden Lehren ziehen." Als beschämend bezeichnete Watzke jedoch das Abschneiden in der Champions League: "Zwei Punkte in dieser Gruppe zu holen, in dem wir zweimal 1:1 gegen Nikosia spielen, das ist schlicht und ergreifend nicht zu ertragen."

Der Vereinsboss stellte in Anspielung auf die guten Geschäftszahlen des Revierclubs mit einem Umsatz von 405,7 Millionen Euro und einem Gewinn von 8,2 Millionen Euro Verstärkungen für den Kader in Aussicht: "Wir sind wirtschaftlich die ganz klare Nummer zwei in Deutschland. Wenn die Analysen ergeben, dass wir im Winter etwas machen müssen, haben wir die Möglichkeiten dazu."

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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