Fußball

Reus braucht nur acht Minuten BVB straft Union ab und nutzt Patzer der Bayern

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Reus traf früh doppelt.

(Foto: imago images/RHR-Foto)

Borussia Dortmund verkürzt den Abstand zum Bundesliga-Dauermeister FC Bayern. Sechs Punkte sind immer noch deutlich, aber die Schwarzgelben überzeugen beim 1. FC Union früh mit offensiver Effektivität. Die Köpenicker können ihrer Heimstärke nichts Zählbares hinzufügen.

Die Bundesliga hat wieder ein kleines bisschen Titelkampf: Nach dem bösen Ausrutscher von Bayern München wahrte Borussia Dortmund seine wohl letzte Meisterchance und verkürzte den Rückstand auf sechs Punkte. Angeführt von Doppeltorschütze Marco Reus setzte sich der BVB im Auswärtsspiel bei Union Berlin mit 3:0 (2:0) durch und zeigte eine gute Reaktion auf die indiskutable 2:5-Pleite in der Vorwoche gegen Bayer Leverkusen.

Seine zwei Tore (18. und 25.) waren für Reus eine besondere Genugtuung, der BVB-Kapitän wurde vor 10.000 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Die Union-Fans nehmen Reus die vermeintliche Schwalbe im Duell vor einem Jahr noch immer übel. Reus schienen die Provokationen beflügelt zu haben, und so fiel das Fehlen des weiter verletzten Starstürmers Erling Haaland kaum ins Gewicht. Raphael Guerreiro (71.) stellte den Endstand her.

Der erste Bundesligasieg im dritten Versuch bei Union gibt dem Team von Trainer Marco Rose zudem Rückenwind für das Hinspiel-Duell in der Zwischenrunde der Europa League am Donnerstag gegen die Glasgow Rangers. Die Berliner sind derweil ohne ihren nach Wolfsburg abgewanderten Topscorer Max Kruse aus dem Tritt gekommen und müssen nach der zweiten Niederlage in Folge um die erneute Europacup-Qualifikation bangen.

Bei Dortmund fehlten neben Haaland auch Marius Wolf und Thomas Meunier verletzungsbedingt, dafür kehrte Innenverteidiger Mats Hummels zurück in die Startelf. Auch die Berliner gingen nach vier Corona-Ausfällen unter der Woche personell angeschlagen ins Spiel. Außerdem musste Mittelfeld-Stabilisator Rani Khedira gelbgesperrt zuschauen.

Unions spätes Tor zählt nicht

Die Berliner erwischten dennoch den etwas besseren Start und hatten durch Sheraldo Becker, der von Taiwo Awoniyi schön freigespielt worden war, die erste Chance des Spiels (4.). Danach übernahm der Gast die Kontrolle, doch mit dem vielen Ballbesitz konnte Dortmund zunächst wenig anfangen - ehe Reus mit der ersten BVB-Chance zuschlug. Der Nationalspieler vollstreckte nach Vorarbeit von Mahmoud Dahoud.

Vom Rückstand waren die Hausherren sichtlich geschockt, und das nutzen die Dortmunder eiskalt aus. Nach einem Pass von Donyell Malen in die Tiefe umspielte der frei aufs Tor zulaufende Reus den Union-Keeper Andreas Luthe und schob zum 2:0 ein. Die Berliner gaben sich aber nicht auf und hätten durch Bastian Oczipka noch vor dem Halbzeitpfiff den Anschluss erzielen können (35.). Doch Gregor Kobel war im Dortmunder Tor auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Unioner mit mehr Schwung aus der Kabine, das 1:2 wollte aber trotz guter Chancen wie der von Becker (52.) und Kruse-Ersatz Sven Michel (65.) zunächst nicht fallen. Die Dortmunder zogen sich zurück und versuchten verstärkt, über Konter zu Torchancen zu kommen. Guerreiro erhöhte, Union wurde hingegen ein Treffer von Kevin Möhwald aberkannt (73.).

Quelle: ntv.de, tsi

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