Fußball

Nach Klatsche in Dortmund Bayer Leverkusen feuert Trainer Schmidt

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(Foto: imago/Jan Huebner)

Nach drei Pflichtspielpleiten in Serie mit zwölf Gegentoren und einer Saison deutlich hinter den Erwartungen ziehen die Verantwortlichen von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen die Reißleine und entlassen Trainer Roger Schmidt.

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat die Trennung von Trainer Roger Schmidt vollzogen. Das gab der Klub am Nachmittag bekannt. Durch das 2:6 bei Borussia Dortmund am Samstag kassierte der Werksklub die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Folge und musste dabei zwölf Gegentore hinnehmen. Von den vergangenen sieben Pflichtspielen verloren die Rheinländer insgesamt fünf. Der 49-Jährige stand seit 2014 bei den Rheinländern unter Vertrag.

Trainerwechsel der Saison 2016/17

1. Viktor Skripnik (Werder Bremen). - 18. September 2016. - Nachfolger: Alexander Nouri
2. Bruno Labbadia (Hamburger SV). - 25. September 2016. - Nachfolger: Markus Gisdol
3. Dieter Hecking (VfL Wolfsburg). - 17. Oktober 2016. - Nachfolger: Valerien Ismael
4. Markus Kauczinski (FC Ingolstadt). - 06. November 2016. - Nachfolger: Maik Walpurgis
5. Norbert Meier (Darmstadt 98). - 05. Dezember 2016. - Nachfolger: Torsten Frings
6. Dirk Schuster (FC Augsburg). - 14. Dezember 2016. - Nachfolger: Manuel Baum
7. André Schubert (Borussia Mönchengladbach). - 21. Dezember 2016. - Nachfolger: Dieter Hecking.
8. Valerien Ismael (VfL Wolfsburg). - 26. Februar 2017. - Nachfolge: Andries Jonker
9. Roger Schmidt (Bayer Leverkusen): - 5. März 2017. - Nachfolge: noch offen

"Angesichts der aktuellen sportlichen Entwicklung sind wir nach sehr ausführlicher Analyse und Beratung zu der Auffassung gelangt, dass eine Trennung zwar schmerzhaft, aber für die weitere Entwicklung und Zielerreichung von Bayer 04 unumgänglich ist", erklärte Geschäftsführer Michael Schade. "Mir persönlich tut dieser Schritt sehr leid, denn wir haben Roger Schmidt viel zu verdanken."

"Spieler mehr denn je in der Pflicht"

Auch Sportchef Rudi Völler betonte, wie schwer ihm die Freistellung gefallen sei: "Ich halte Roger Schmidt für einen absoluten Top-Trainer und habe mich deshalb immer und überall aus voller Überzeugung für ihn eingesetzt." Aber Bayer musste "jetzt handeln, wenn wir unsere Ziele nicht vollends aus den Augen verlieren wollen", äußerte der Weltmeister von 1990.

Entscheidend sei jetzt, Konstanz in die Leistungen der Mannschaft zu bringen. Völler: "Unser Team hat große Qualitäten, die es allerdings viel zu selten in dieser Saison gezeigt hat. Die Spieler stehen nach der Trennung von Roger Schmidt mehr denn je in der Pflicht und in der Verantwortung, diese Qualitäten wieder freizusetzen."

In der laufenden Saison war Bayer in der Liga deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, in der Champions League hatte der Klub hingegen das Achtelfinale erreicht, verlor allerdings das Hinspiel zu Hause gegen Atletico Madrid (2:4). Der Kontrakt von Schmidt hat noch eine Laufzeit bis 2019.  Nach Informationen der "Bild"-Zeitung will Bayer als Nachfolger am Montag zunächst einen Interimstrainer benennen. Die Trennung von Schmidt bedeutet den neunten Trainerwechsel der laufenden Saison.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa