Fußball

"Wir haben Robert Lewandowski" Bayern-Boss über möglichen Haaland-Deal

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Wer Lewandowski hat, braucht Haaland nicht?

(Foto: imago images/Uwe Kraft)

Robert Lewandowski und Erling Haaland in einem Team? Die beiden Superstürmer gemeinsam beim FC Bayern? Was der Pole kürzlich nicht ausschließen will, sieht Bayern-Präsident Herbert Hainer deutlich skeptischer. Schon die Frage nach der Finanzierung "stellt sich bei uns nicht".

Bayern München möchte sich im europaweiten Wettbieten um Borussia Dortmunds Torjäger Erling Haaland zurückhalten. Die Frage, ob der deutsche Fußball-Rekordmeister den norwegischen Ausnahmestürmer finanzieren könne, "stellt sich bei uns nicht", sagte FCB-Präsident Herbert Hainer der "Süddeutschen Zeitung": "Wir haben in Robert Lewandowski den amtierenden Weltfußballer, der jede Saison Tore schießt wie kein Zweiter. Er hat es in diesem Jahr absolut verdient, den Ballon d'Or zu gewinnen, weil seine Leistungen seit Jahren außergewöhnlich sind."

Der Bayern-Stürmer hatte sich dagegen kürzlich nicht völlig abgeneigt von einem Zusammenspiel mit Haaland gezeigt. Der "Marca" sagte der Pole: "Zusammen spielen? Ich bin nicht derjenige, der sagt, wir könnten nicht zusammen spielen." Allerdings betonte er auch: "Wir sind zwei verschiedene Spieler. Er ist jung, hat eine große Zukunft vor sich, er liebt das Konterspiel und hat einen sehr starken linken Fuß. Ich bin ein anderer Typ."

Ist der FC Bayern ein "Influencer"?

Hainer erklärte, dass der Verein grundsätzlich weiterhin bereit sei, trotz der durch die Corona-Pandemie verschuldeten geringeren Einnahmen zu investieren, sagte Hainer ("Aber klar!"). Doch in der aktuellen Situation schaue man "natürlich umso mehr, wie du deine Ausgaben gestaltest."

Diese Herangehensweise wäre nach Sicht des Bayern-Präsidenten auch für andere Vereine ratsam. Immer weniger Klubs hätten "ein gesundes Polster. Das kann so nicht weitergehen", sagte der 67-Jährige: "Insofern ist mein Fokus eher, wie wir die Klubs und letztlich den Fußball schützen. Wie wir verhindern, dass Klubs pleitegehen, wenn sich diese Spirale des Geldes immer weiterdreht, wenn die Mannschaft immer mehr kostet, die Berater immer mehr aus dem System rausziehen." Dafür benötige es ein Kontrollsystem, das das Wirtschaften der Vereine überwache und notfalls auch sanktioniere. Er sei sicher, betonte Hainer, dass ein solches System künftig eingeführt werde.

Zudem bezeichnete der frühere Adidas-Vorstandsvorsitzende den FC Bayern als einen "Influencer". Es müsse allen "bewusst sein, dass der Verein für den Sport, die Gesellschaft und das soziale Gefüge eine große Rolle spielt." Er wolle dazu beitragen, dass "der Verein sportlich, wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich als ein Vorbild wahrgenommen wird."

Quelle: ntv.de, ara/sid

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