Fußball

Lewandowskis 40. Saisontor Bayern-Gigant stellt Müllers Ewigkeitsrekord ein

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Der 40. Streich.

(Foto: Pool via REUTERS)

Bayern Münchens Torgigant Robert Lewandowski schlägt erneut zu und schreibt mit seinem 40. Saisontor Fußball-Geschichte. In der Bundesliga zieht der Pole nun mit dem legendären Gerd Müller gleich. Der "Bomber der Nation" hatte in der Saison 1971/72 einen Torrekord für die Ewigkeit aufgestellt.

Weltfußballer Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat Gerd Müllers Bundesliga-Rekord von 40 Treffern in einer Saison eingestellt. Der 32 Jahre alte Pole erzielte im Spiel des deutschen Meisters beim SC Freiburg in der 26. Minute per Foulelfmeter sein Saisontor Nummer 40 und egalisierte damit Müllers Bestmarke aus der Spielzeit 1971/72. Diese galt jahrzehntelang als unerreichbar. Nach seinem Treffer präsentierte Lewandowski ein T-Shirt zu Ehren Müllers unter seinem Trikot. Die Spieler und der Trainerstab der Bayern bildeten vor der Auswechselbank an der Seitenlinie ein Spalier für ihn und applaudierten.

"Ich hätte nie gedacht, dass das passiert. Was Gerd Müller gemacht hat, ist unglaublich. Mit ihm den Rekord zu teilen, macht mich sehr, sehr stolz", sagte Lewandowski bei Sky. "Solche Rekord bricht man vielleicht nicht so schnell."

Gerd Müller wird Lewandowski die Einstellung des Rekordes nicht übel nehmen, ist sich Uschi Müller "hundertprozentig sicher". Ihr Mann "kennt keine Neidgefühle", betonte sie vor einigen Tagen, "er würde nicht jammern, wenn er den Rekord verliert. Ganz im Gegenteil: Er wäre der Erste, der gratulieren würde, der sagen würde: 'Gut gemacht, Junge. Du bist super'."

"Das Verrückte ist, dass es bei Lewy normal ist, wie er seine Tore in Serie schießt. Er ist aber auch nur ein Mensch, das hat man gesehen, als es um den 41. Treffer ging", sagte Lewandowskis Mitspieler Thomas Müller, der auch seinen berühmten Namensvetter würdigte: "Gerd Müller hat den Verein mit seinen Toren dahin gebracht, wo er jetzt ist." Auch Bundestrainer Joachim Löw lobte Lewandowski bei Sport1 überschwänglich: "Es ist imponierend, so eine Anzahl an Toren zu erzielen. In der heutigen Zeit ist das noch schwieriger als es früher war."

Ein weiterer Meilenstein

Für Lewandowski ist es ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere als Profi. Schon fünfmal war er Bundesliga-Torschützenkönig: 2014, 2016, 2018, 2019 und 2020. Seine bisherige Saisonbestmarke waren 34 Tore. "Es hilft nicht, wenn du es zu sehr willst", hatte er vor einer Woche nach seinem Dreierpack beim 6:0 des deutschen Meisters gegen Borussia Mönchengladbach zu seiner Rekordjagd gesagt.

"Man sieht, dass er in einer grandiosen Form ist", sagte Kapitän Manuel Neuer nach der Lewandowski-Show gegen Gladbach. Der herausragende Liga-Akteur weiß freilich, dass er für die Bestmarke nicht alleine verantwortlich ist. "Ich kann dankbar sein, dass ich so viele Vorlagen von meinen Kollegen bekomme", bemerkte Lewandowski.

Die erfolgreiche Rekordjagd ist auch deswegen besonders hoch zu bewerten, weil der Weltklasse-Angreifer nach einer Knieverletzung Ende März vier Bundesliga-Partien verpasst hatte. Lewandowski fehlte den Bayern auch schmerzlich beim Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain. Bei der Münchner 1:2-Niederlage in Mainz kehrte er vor drei Wochen auf den Platz zurück und erzielte sein 36. Saisontor.

Mit nun 276 Bundesliga-Toren liegt der ehemalige Spieler von Borussia Dortmund hinter dem ehemaligen Bayern-Stürmer Müller (365 Tore) auf Platz zwei der ewigen Torschützenliste. Womöglich kann Lewandowski auch diese Bestmarke in den kommenden Jahren noch angreifen. Sein aktueller Vertrag in München läuft noch bis zum 30. Juni 2023.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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