Fußball

Keine Überraschungen im DFB-Pokal Bayern spaziert in die zweite Runde

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Der Favorit ist nicht zu stoppen: Robert Lewandowski auf dem Weg zum 2:0.

(Foto: imago/Picture Point LE)

Der FC Bayern hat gegen seinen ersten Gegner im DFB-Pokal keine Mühe. Robert Lewandowski zeigt sich in Topform. Auch Augsburg und St. Pauli erreichen die zweite Runde mühelos.

Dank eines treffsicheren Robert Lewandowski hat sich Cupverteidiger Bayern München der Auftakthürde FC Carl Zeiss Jena leicht und locker entledigt. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start gegen Werder Bremen setzten sich die Bayern in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten mit 5:0 (3:0) durch. Matchwinner für die Münchner war vor 19.000 Zuschauern Lewandowski, der mit seinen drei Treffern vor der Pause (3. Minute, 34., 43.) frühzeitig alles klar machte.

In der zweiten Halbzeit erhöhten Arturo Vidal (72.) und Mats Hummels (77.) mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Bayern. Bayern-Coach Carlo Ancelotti erlebte damit im ausverkauften Erst-Abbe-Sportfeld keine böse Überraschung. Die Bayern gingen die Partie gegen den Pokalschreck der vergangenen Jahre von Beginn an hochkonzentriert an. Es waren noch keine 180 Sekunden gespielt, da lag der große Favorit bereits in Führung. Nach Zuspiel von Franck Ribéry war Lewandowski zur Stelle. Hummels saß zunächst auf der Bank, doch sonst hatte der Bayern-Coach abgesehen von den verletzten Spielern wie Kingsley Coman oder Arjen Robben seine beste Formation aufgeboten.

Lewandowski schafft Hattrick

Zehn Minuten nach der Führung vergab Müller die Chance zum 2:0, wenig später parierte Jenas Torwart Raphael Koczor gegen Ribéry. Auch gegen Lewandowski war Koczor zur Stelle (31.), doch drei Minuten später war auch der starke Keeper machtlos. Lewandowski sorgte frühzeitig für klare Verhältnisse. Die Gastgeber trauten sich insgesamt viel zu wenig zu. Erst in der 38. Minute war es Manfred Starke, der Nationaltorwart Manuel Neuer erstmals prüfte. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir etwas mutiger agiert hätten", sagte Jenas Sportdirektor Kenny Verhoene zur Pause im Pay-TV-Sender Sky. Stattdessen machte Lewandowski bereits zwei Minuten vor der Halbzeit mit seinem dritten Treffer alles klar.

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel wurde Jena endlich mutiger, auch weil die Bayern zunächst etwas unkonzentriert aus der Kabine kamen. Bei einem Freistoß von Starke musste Neuer ein weiteres Mal eingreifen, doch wirklich in Gefahr geriet der Rekordmeister nie. Im Schongang verwalteten die Süddeutschen die Führung. In der 64. Minute traf Arturo Vidal noch einmal die Latte, acht Minuten später war der Chilene auf Zuspiel von Lewandowski erfolgreich. Der eingewechselte Hummels sorgte per Kopf dann für den Endstand.

Glanzloses Debut für Schuster

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Raul Bobadilla setzt sich durch.

(Foto: imago/Krieger)

Beim FC Augsburg hat Trainer Dirk Schuster ein glanzloses, aber erfolgreiches Pflichtspiel-Debüt gefeiert. Das Team des 48-Jährigen kam in der ersten Runde des DFB-Pokals zu einem wenig berauschenden, aber verdienten 2:0 (1:0) bei Fünftligist FV Ravensburg. Bis zum Bundesligastart am Samstag nächster Woche gegen den VfL Wolfsburg bleibt dem frisch gekürten Trainer des Jahres noch einige Arbeit.

Ja-Cheol Koo erzielte für den überlegenen FCA in einer kampfbetonten und hektischen Partie die Führung (29.). Raul Bobadilla sorgte in der 68. Minute für das entscheidende 2:0 gegen die in der Schlussphase durch eine Gelb-Rote Karte gegen Rahman Soyudogru (77.) dezimierten Platzherren.

Der Erstligist hatte gegen den tapferen Oberligisten einige Probleme bei der Chancenauswertung. Auch spielerisch blieben viele Wünsche offen. Glück hatten die Augsburger, dass Schiedsrichter Benedikt Kempkes (Thür) in der 41. Minute nach einer Attacke von Caiuby an Robert Henning nicht auf Elfmeter entschied. Er sei vor seinem Debüt "schon ein bisschen aufgeregt und unruhig", sagte Schuster vor dem Anpfiff. Doch bis auf eine Chance durch Jonas Wiest (5.) gab es für den FCA-Coach zunächst wenig Grund zur Aufregung.

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Lübecker Fans beim Zündeln.

(Foto: dpa)

St. Pauli feiert ersten Sieg der neuen Saison

Der FC St. Pauli hat nach zwei Niederlagen zum Zweitligaauftakt Regionalligist VfB Lübeck mit 3:0 (1:0) bezwungen. Die Tore für die Gäste im Stadion an der Lohmühle schossen der norwegische Zugang Vegar Eggen Hedenstad (15. Minute), Kapitän Sören Gonther (61.) und Marvin Ducksch (89.).

Vor 13.300 Zuschauern, darunter mehr als 2200 Hamburger Anhänger, übernahm St. Pauli früh das Kommando. Lienen konnte auf die angeschlagenen Stammkräfte Philipp Ziereis (Erkältung) und Aziz Bouhaddouz (Pferdekuss) zurückgreifen. Stammtorhüter Robin Himmelmann fiel mit muskulären Problemen im Gesäßmuskel kurzfristig aus, Philipp Heerwagen vertrat ihn zuverlässig, bekam aber wenig zu tun. Auch ohne Abwehrchef Lasse Sobiech (Muskelfaserriss) gab sich die Defensive keine Blöße. St. Pauli war nie in Gefahr - wie im Vorjahr gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach - in Runde eins auszuscheiden.

Vor Beginn und während des Nordduells wurden in beiden Fanblocks bengalische Feuer abgebrannt. Beide Vereine müssen mit Strafen rechnen. Nach dem 2:0 eskalierte die Situation im Fanblock der Lübecker, Schiedsrichter Martin Thomsen unterbrach für einige Minuten. Sportlich ergaben sich die Schleswig-Holsteiner nach dem zweiten Gegentreffer.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/SID