Fußball

"Er spielt um seine Zukunft" Bayerns Kovac erhöht Druck auf James

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James Rodríguez will sich beim FC Bayern durchsetzen. Dafür muss er aber mehr liefern, als in der Hinrunde.

(Foto: imago/DeFodi)

James Rodríguez ist ein herausragender Fußballer. Doch in der Bundesliga-Hinrunde kommt der Kolumbianer beim FC Bayern kaum zum Zug. Der Leihspieler von Real will das ändern und sich für eine Zukunft in München empfehlen. An der werkelt Hasan Salihamidzic derweil intensiv.

Niko Kovac verspürt zwei Tage vor dem Rückrundenstart "Glückshormone im Körper". Die gute Laune führt Münchner Fußball-Trainer auf den sonnigen Wintertag zurück, aber die Vorfreude auf die geplante Aufholjagd des FC Bayern auf Borussia Dortmund ist Kovac auch schon anzumerken. "Wir müssen ja positiv sein", sagt der 47-Jährige. Das Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr im ZDF und im Liveticker bei n-tv.de) bei 1899 Hoffenheim soll der Startschuss für spektakuläre Münchner Monate werden, an deren Ende die siebte Meisteschaft nacheinander stehen soll.

Sechs Punkte Rückstand auf den Herbstmeister reizen den Serienmeister, der in seiner Hoffenheim-Vorbereitung einmal mehr von Personalspekulationen begleitet wurde. Ob für den Angriff auf den BVB das Starensemble schon im Winter weiter verstärkt wird, ließ Kovac weiter offen. Mit der Rückkehr der noch verletzten "Oldtimer" Franck Ribéry (35) und Arjen Robben (34) sei der Konkurrenzkampf aber auch ohne Neuzugänge im Januar hoch, sagte Kovac. "Dann brauchen wir nicht noch drei, vier, fünf andere."

Die Bayern sind gereizt. Platz zwei ist nicht der Münchner Anspruch, genauso wenig wie die Bank der Anspruch von James Rodríguez ist. Der Leihspieler von Real Madrid kam in der Hinrunde, auch aus Verletzungsgründen, nur auf 471 Einsatzminuten. "Er spielt natürlich um seine Zukunft, das ist ja klar. Jeder, der einen Arbeitsvertrag haben möchte in einem Klub, muss Topleistungen bringen", sagte Kovac. James wolle mehr Einsatzzeit, jetzt liege es an ihm, das Trainerteam zu überzeugen. Für den Champions-League-Knaller gegen Liverpool, wenn Thomas Müller gesperrt fehlt, ist James Topkandidat als Ersatz.

Die Bayern haben noch nicht entschieden, ob sie beim die 42 Millionen Euro teure Kaufoption für den Kolumbianer ziehen. "Natürlich" habe der frühere WM-Torschützenkönig signalisiert, dass er bleiben wolle, versicherte Kovac. Hasan Salihamidzic will bei dem stolzen Mittelfeldkünstler die Rückrunde anschauen. Dann werde man "die richtigen Schlüsse ziehen", sagte der Sportdirektor. Nach dem Zugang von Benjamin Pavard für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart im Sommer und den Bemühungen um Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea kündigte Salihamidzic "noch einige Transfers" an. Lucas Hernández (Atlético Madrid) ist ein Kandidat. "Wir haben bereits Gespräche geführt, es wird weitere geben. Dass er im Winter kommt, ist unrealistisch", sagte Salihamidzic in der "Sport Bild".

Quelle: n-tv.de, tno/dpa

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