Fußball

Klopp hadert mit Roms Gegentoren Bei Liverpool will keine Euphorie aufkommen

17b74d4fb3983917b71753d196da77f6.jpg

Ob Jürgen Klopp (l.) Torwart Loris Karius schon auf das vorbereitet, was ihm im Rückspiel droht?

(Foto: REUTERS)

Im Hinspiel gegen den AS Rom begeistert der FC Liverpool lange mit stürmischer Offensive. Der Einzug ins Champions-League-Finale scheint bereits vorzeitig perfekt, dann erzielen die Italiener zwei späte Tore und wecken Erinnerungen an ihr Viertelfinale.

Trotz des tollen Auftritts seines FC Liverpool hatte Jürgen Klopp nach dem 5:2 (2:0) gegen die Roma wenig Lust, über das Spiel zu sprechen. "Es wundert Sie vielleicht, dass ich nicht viel besserer Stimmung bin", sagte er und wirkte nachdenklich. Die möglicherweise schwere Verletzung von Alex Oxlade-Chamberlain, der nach nicht einmal 20 Minuten vom Platz getragen wurde, hatte ihm die Laune verdorben. "Wir haben heute Abend einen fantastischen Spieler verloren", sagte Klopp. "Deshalb bin ich wirklich nicht in der Stimmung, über spezielle fantastische Dinge zu sprechen."

Fantastisch war am Dienstagabend in Anfield trotz Regen vieles gewesen. Zuerst sorgten die Fans mit lautstarken Gesängen für Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion. Dann drehten die Reds auf. Nach einem Doppelpack des Ex-Römers Mohamed Salah (36./45.+1), einem Tor von Sadio Mané (56.) und zwei Treffern des früheren Hoffenheimers Roberto Firmino (61./68.) schien der vorzeitige Finaleinzug perfekt. Doch zwei späte Treffer von Edin Dzeko (81.) und Diego Perotti (85./Handelfmeter) machen das Rückspiel noch einmal spannend.

"Zwei Tore wollten wir nicht kassieren. Aber damit können wir umgehen", sagte Klopp trotzig. "Jetzt müssen wir in Rom wieder arbeiten. Das ist kein Problem. Es wäre auch Arbeit gewesen, wenn wir 5:0 gewonnen hätten, denn Rom hätte auf jeden Fall versucht, zurückzukommen."

Warnung an Roms Spieler

Schon im Viertelfinale beim 3:0-Rückspiel-Erfolg gegen den FC Barcelona hatten die Römer das eindrucksvoll gezeigt. Ein solches Ergebnis bräuchten sie nächste Woche erneut für den Finaleinzug.

"Das war heute besser als das 1:4 im Camp Nou", fand Roms Trainer Eusebio Di Francesco. "Diese zwei späten Tore geben uns noch eine Chance für das Rückspiel, wo wir auf die Unterstützung der Fans im Olympiastadion setzen können." Di Francesco richtete eine Warnung an seine Spieler: "Wir haben schon einmal gezeigt, dass wir zurückkommen können. Wer daran nicht glaubt, der soll zu Hause bleiben."

So sah es auch Klopp. "Wenn einer meiner Spieler denkt, dass Rom nicht zurückkommt, dann wird er nicht spielen", warnte er. Auf Alex Oxlade-Chamberlain wird der Coach wohl in jedem Fall verzichten müssen. Eine Diagnose stand zunächst zwar noch aus, die medizinische Abteilung sei aber "besorgt", sagte Klopp. "Das sieht nicht gut aus." Ein kleiner Trost: Sämtliche Tore fielen nach der Auswechslung.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

Mehr zum Thema