Fußball

Kwasniok wehrt sich vehementBeim 1. FC Köln droht noch heute der große Trainerknall

22.03.2026, 06:45 Uhr
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Wie lange ist Lukas Kwasniok noch Trainer des 1. FC Köln? (Foto: dpa)

Sieben Spiele ohne Sieg, Platz 15: Nach dem Remis gegen Gladbach brodelt es beim 1. FC Köln. Wie geht’s weiter für Coach Kwasniok? Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler vermeidet ein klares Bekenntnis.

Trainer Lukas Kwasniok muss beim abstiegsbedrohten 1. FC Köln heftig um seinen Job bangen. Nach dem 3:3 (2:2) im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach vermied Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler ein klares Bekenntnis, mit dem 44-Jährigen über die Länderspielpause hinaus weiterzumachen. "Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Wir haben heute eine große Enttäuschung, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartung war klar drei Punkte", sagte Kessler nach dem Schlusspfiff bei Sky und kündigte an: "Wir werden uns Gedanken machen, und ich werde auch ganz in Ruhe eine Nacht darüber schlafen."

Einige Minuten später warb Kwasniok in den Katakomben des Stadions für sich. "Das aller allerwichtigste, wenn du einen Trainer hast in einem Verein, ist die Überzeugung von dem Kollegen, der vor der Mannschaft steht. Ich kann nur sagen: Du musst erstmal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt", sagte der 44-Jährige. "Das spüre ich bei der Mannschaft. Wir sind ein Team, zu einhundert Prozent."

Kwasniok wehrte sich entschieden gegen einen möglichen Rauswurf. "Ich werde um diesen verdammten Job hier kämpfen, mit allem, was ich habe. Weil ich der absoluten Überzeugung bin: Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort", sagte er versicherte, dass er weiter die Rückendeckung der Verantwortlichen spüre ."Sie wissen um meine Qualität und ich weiß um den tollen Job, den ich habe", sagte Kwasniok und bestätigte ein anstehendes Gespräch am Sonntag.

Kwasniok hatte den Aufsteiger Köln zu Saisonbeginn übernommen, war mit dem Team nach einem ordentlichen Saisonstart in der Bundesliga aber zunehmend in den Tabellenkeller gerutscht. Zuletzt hatte es sieben Spiele in Folge keinen Sieg mehr gegeben. Der achte Abstieg der Klub-Geschichte droht. Der turbulente Punkt gegen Gladbach bringe den FC "unserem Gesamtziel näher. Das ist der Klassenerhalt Mitte Mai. Das ist die Ziellinie, bis dahin werden wir Vollgas geben", so Kwasniok: "Ich bin der Überzeugung, dass harte Arbeit und Fleiß am Ende belohnt werden."

Derweil werden schon erste Namen als Optionen für die Kwasniok-Nachfolge gehandelt. Der "Express" nennt etwa Co-Trainer Rene Wagner und U19-Coach Stefan Ruthenbeck als mögliche Interimslösung – und Dino Toppmöller als Kandidaten für die kommende Saison. In der "Kölnischen Rundschau" wird erwähnt, dass der ehemalige Bochum-Coach Thomas Letsch im Stadion war.

Quelle: ntv.de, tno/sid/dpa

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