Fußball

Bosnien kann Nations League Belgien auf Endrunden-Kurs, Spanien zittert

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Michy Batshuayi ist Belgiens Matchwinner im Spiel gegen Island.

(Foto: dpa)

Enge Spiele in der Nations League: Spanien verliert in letzter Minute gegen Kroatien und vergibt damit die Chance auf den Gruppensieg. Die Teilnahme am Endrunden-Turnier fast schon sicher hat der WM-Dritte Belgien. Bosnien-Herzegowina feiert schon den Aufstieg.

Der WM-Dritte Belgien hat sich in der Fußball-Nations-League in die Pole Position für den Einzug in die Endrunde gebracht. Die "Roten Teufel" übernahmen durch ein 2:0 (0:0) gegen Island die Tabellenführung in der Gruppe 2 der A-Division und benötigen damit zum Abschluss gegen den bisherigen Spitzenreiter Schweiz lediglich ein Remis zur sicheren Teilnahme am Finalturnier im kommenden Sommer.

Für Belgien war Michy Batshuayi der gefeierte Matchwinner. Der Ex-Dortmunder stellte den Sieg der Platzherren, bei denen die Bundesliga-Profis Axel Witsel (Dortmund) und Thorgan Hazard (Mönchengladbach) zur Anfangsformation gehörten, mit einem Doppelpack (65. und 81.) im Alleingang sicher.

Jedvaj trifft in letzter Minute

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Tin Jedvaj schießt Kroatien zum Sieg.

(Foto: imago/Grubisic)

Unterdessen vergab Ex-Weltmeister Spanien in seinem letzten Spiel in der Gruppe 4 die Entscheidung zu seinen Gunsten durch ein 2:3 (0:0) beim WM-Zweiten Kroatien und muss nun auf ein Remis im Gruppenfinale am Sonntag zwischen dem Balkan-Team und England hoffen, um als  Gruppensieger die Finalrunde (5. bis 9. Juni 2019) zu erreichen. Spanien tat sich im Stadion Maksimir in Kroatiens Hauptstadt Zagreb deutlich schwerer als beim furiosen 6:0-Coup im Hinspiel. Die von Trainer Luis Enrique nach dem WM-Achtelfinal-Aus umformierte Mannschaft konnte in der ersten Halbzeit aus 70 Prozent Ballbesitz  kein Kapital schlagen: Nicht einen Schuss brachten die Spanier auf das gegnerische Tor.

Kroatiens Chancen auf den Gruppensieg wahrte das Bundesliga-Duo Andrej Kramaric (Hoffenheim) und Tin Jedvaj (Leverkusen), der eine Minute vor Schluss mit seinem zweiten Treffer für eine erfolgreiche Revanche des Vizeweltmeisters für die historische 0:6-Hinspielpleite sorgte. Zuvor waren die Gastgeber in Zagreb durch Kramaric (54.) und Jedvajs erstes Tor (69.) zweimal in Führung gegangen, doch Spanien glich jeweils durch Daniel Ceballos (56.) und Sergio Ramos (78., Strafstoß) aus. Der Sieger des Duells zwischen den Kroaten und England zieht in die Endrunde ein, bei einem Remis ist Spanien Gruppensieger.

Österreich ist Gruppen-Sitzenbleiber

Den Aufstieg in die A-Division abschreiben muss Österreich. Das Team des deutschen Trainers Franco Foda verspielte seine letzte theoretische Chance auf den Gesamtsieg in der B-Gruppe 3 durch ein 0:0 gegen den nun als Gruppengewinner feststehenden Spitzenreiter Bosnien-Herzegowina. Zum Abschluss der Gruppenspiele trifft Österreich im bedeutungslos gewordenen Match am Sonntag in Belfast auf Nordirland.

Im Team von Bosnien-Herzegowina gaben die Stars Miralem Pjanic von Juventus Turin und Edin Dzeko von AS Rom den Ton an. Ex-Bundesliga-Profi Dzeko hatte nach knapp einer Stunde einer der  besten Chancen zum Siegtor der Gäste, als er einen Schuss aus Nahdistanz über den Kasten setzte. Fünf Minuten später machte Österreichs Torhüter Heinz Lindner eine weitere Riesenchance der Gäste durch Haris Duljevic von Zweitligist Dynamo Dresden zunichte.

Finnland steigt trotz Pleite auf

In der C-Division steht Finnland in der Gruppe 2 trotz eines 0:1 (0:1) bei Ex-Europameister Griechenland als Aufsteiger in die B-Gruppe fest. Die Hellenen feierten im ersten Spiel unter der Regie des neuen Auswahltrainer Angelos Anastasiades allerdings einen glücklichen Sieg. Für den dritten Sieg im fünften Gruppenspiel der Liga C  sorgte nämlich Pechvogel Albin Granlund mit einem Eigentor (25.). Anastasiades' Vorgänger Michael Skibbe war beim Europameister von 2004 vor drei Wochen beurlaubt worden.

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(Foto: Judith Günther)

Ungarn vermied in der gleichen Gruppe den Abstieg durch ein 2:0 (1:0) gegen das abgeschlagene Schlusslicht Estland, das der Leipziger Willi Orban (8.) mit seinem ersten Länderspiel-Tor und der Hoffenheimer Adam Szalai (69.) perfekt machten. In der Gruppe 2 der D-Liga ließ Luxemburg durch ein 0:2 (0:1) gegen Weißrussland die erste Chance zum Aufstieg ungenutzt.

Quelle: n-tv.de, ara/dpa/sid

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