Fußball

Feuerwerkskörper zu Spielbeginn Berliner Derby verkommt zur Foul-Schlacht

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Körperlich war's.

(Foto: imago images/camera4+)

Das Stadtderby zwischen 1. FC Union und Hertha beginnt mit einem Feuerwerk, danach wird es nur selten richtig spektakulär. Die beiden Berliner Bundesligisten liefern sich ein umkämpftes Spiel, das mehr geprägt ist von harten Zweikämpfen als von sehenswertem Fußball.

Hertha BSC hat im Hauptstadt-Derby den erhofften Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg verpasst. Beim leidenschaftlich aufspielenden Rivalen Union Berlin reichte es für das oft zu ungefährliche Team von Trainer Pal Dardai nur zu einem 1:1 (1:1). Als Tabellen-14. steckt Hertha weiter im Keller der Fußball-Bundesliga fest, bei nun 25 Punkten sind es lediglich zwei Zähler Vorsprung auf den 1. FC Köln auf Relegationsrang 16.

Dodi Lukebakio (35., Foulelfmeter) glich noch in der ersten Halbzeit die Unioner Führung des früheren Herthaners Robert Andrich (10.) aus. Während Hertha unten keine großen Sprünge macht, ist Union im Kampf um die Europa League weiter in Schlagdistanz. Die Eisernen, die nach zuletzt zwei Hertha-Siegen im Derby zumindest nicht verloren, liegen vier Zähler hinter dem Fünften Borussia Dortmund (43 Punkte) und dürfen entgegen allen Erwartungen weiter vom internationalen Geschäft träumen.

Gegen Hertha waren die Köpenicker nach fast dreiminütigem Dauer-Feuerwerk von Union-Fans außerhalb des Stadions An der Alten Försterei zu Beginn auch auf dem Rasen die bestimmende Kraft. Erst scheiterte Max Kruse (7.) aus der Ferne an Herthas Ersatzkeeper Alexander Schwolow, der für den wegen einer Corona-Infektion fehlenden Rune Jarstein im Tor stand. Kurz danach jubelte Andrich, der im Dezember bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel noch vom Platz geflogen war. Seine Direktabnahme aus 20 Metern sprang vom Pfosten ins Netz.

Hertha wirkte vom Rückstand geschüttelt - und ermöglichte den Gastgeber beinahe den zweiten Treffer. Deyovaisio Zeefuik spielte Julian Ryerson (12.) den Ball unnötig in den Fuß, der Norweger traf nur die Latte. Den Abstauber schoss Petar Musa drüber. Bis dato hatten die Gäste wenig Zwingendes zustande gebracht, Jordan Torunarigha (19.) vergab mit einem Kopfball an die Latten-Oberkante die lange beste Gelegenheit - dem eigentlich qualitativ besseren Kader fiel zu wenig ein.

Es brauchte einen ungestümen Einsatz von Union-Verteidiger Marvin Friedrich gegen den in den Strafraum eilenden Matteo Guendouzi. Der Franzose fiel, es gab Elfmeter, und Lukebakio verwandelte eiskalt. Auch im zweiten Durchgang schlug Union vom Start weg das höhere Tempo an. Winter-Neuzugang Musa (49.) versprang der Ball nach wenigen Minuten in aussichtsreicher Position, weshalb nicht mehr daraus wurde. Diese mangelnde Genauigkeit vermochte Hertha jedoch nicht postwendend zu bestrafen, meist fehlte dem Dardai-Team offensiv der Plan, und Union stellte die Lücken aufmerksam zu. Vor allem in der zweiten Halbzeit führten viele Nickligkeiten zu Unterbrechungen und verhinderten oftmals einen vernünftigen Spielfluss.

Quelle: ntv.de, tsi

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