Fußball

"Rückkehr nie ausgeschlossen" Bierhoff öffnet Tür für Hummels-Comeback

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Beim 2:3 gegen die Niederlande im November 2018 absolvierte Hummels sein 70. und bislang letztes Länderspiel.

(Foto: imago/Sven Simon)

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat Abwehrprobleme. Trotzdem schließt Bundestrainer Joachim Löw eine Rückholaktion von Mats Hummels aus. Nun aber erklärt DFB-Direktor Oliver Bierhoff, dass ein Comeback des BVB-Verteidigers durchaus möglich sei.

Ein Comeback von Mats Hummels sei "im Moment kein Thema", hatte Fußball-Bundestrainer Joachim Löw erst vor wenigen Tagen gesagt. Doch jetzt hat plötzlich DFB-Direktor Oliver Bierhoff dem Dortmunder Abwehrspieler leise Hoffnungen auf eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft gemacht. "Wir haben von Anfang an nie ausgeschlossen, dass Hummels zurückkehren könnte", sagte Bierhoff bei "Wontorra On Tour" auf Sky Sport News HD. Es sei "immer so ein bisschen, leider durch eine Kommunikation, das Bild entstanden, als ob es ein finaler Ausschluss aus der Nationalmannschaft war", ergänzte Bierhoff. Der 51-Jährige habe aber "immer gesagt, wir haben noch keinen Spieler verabschiedet".

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Darf sich neben Bierhoff bald auch Hummels wieder im DFB-Dress aufwärmen?

(Foto: imago images/Team 2)

Rio-Weltmeister Hummels war im Frühjahr zusammen mit den Münchnern Thomas Müller und Jérôme Boateng nach dem enttäuschenden Vorrundenaus bei der WM in Russland von Löw aussortiert worden. "Ich fand das damals sehr klar und deutlich, auch für die Spieler wie Niklas Süle und andere, zu sagen, wir planen jetzt nicht mit euch - wir haben andere Vorstellungen, und wir möchten das auch nicht jeden Monat diskutieren", sagte Bierhoff: "Aber im Fußball würde ich nie etwas ausschließen. Aber das war auch nie so gedacht."

Nach der Verletzung des Münchners Süle, der für die EM 2020 als Abwehrchef eingeplant war, nach einer Kreuzband-Operation aber um seine Turnier-Teilnahme bangt, war zuletzt immer wieder eine Rückkehr des 70-maligen Nationalspielers Hummels ins Gespräch gebracht worden. Der 30-Jährige hatte sich nach seinem Wechsel vom FC Bayern zum BVB in den vergangenen Wochen durch gute Leistungen in den Vordergrund gespielt.

(Noch) keine Notwendigkeit

Löw sieht aktuell aber (noch) keine Notwendigkeit, Hummels vor den beiden letzten EM-Qualifikationsspielen gegen Weißrussland (16. November) und Nordirland (19. November, beide ab 20.45 Uhr bei RTL und im Liveticker bei n-tv.de) als Stabilisator des Abwehrzentrums ins DFB-Team zurückzuholen. "Man sollte jetzt nicht alle Pläne über den Haufen werfen, weil der eine oder andere verletzt ist", sagte er vergangene Woche.

Er hoffe vielmehr, "dass ein paar zurückkommen, aber wir haben schon ein paar junge und gute Abwehrspieler, die wir in den nächsten Monaten noch entwickeln können". Zu Löws Kandidaten für die Defensive gehören Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen), Thilo Kehrer (Paris St. Germain), Niklas Stark (Hertha BSC), Robin Koch (SC Freiburg) und Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach). Aber auch der Bundestrainer wollte die Tür für Hummels nicht endgültig schließen. "Es ist schwer, endgültige Prognosen abzugeben. Keine Ahnung, was nächstes Jahr sein wird. Aber bis dahin ist grundsätzlich noch viel Zeit, und man wird sehen."

Quelle: ntv.de, tsi/sid