Fußball

Zweite Auswärtsniederlage für FCBlitzstart sichert Frankfurts Sieg über Köln

05.11.2016, 20:22 Uhr
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Einen Mann wie Modeste nehmen die Frankfurter zu dritt in Deckung. (Foto: imago/Jan Huebner)

Die Kölner Euphorie über den guten Saisonstart des FC bekommt einen Dämpfer. Das Team von Peter Stöger kassiert in Frankfurt die zweite Saisonniederlage, auch weil die Eintracht Topstürmer Modeste gut im Griff hat.

Eintracht Frankfurt hat dem 1. FC Köln die zweite Saisonniederlage zugefügt und sich in der Verfolgergruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt. Am 10. Spieltag besiegten die Hessen am Abend den 1. FC Köln mit 1:0 (1:0) und schlossen nach Punkten zu den Rheinländern auf. Vor 51-500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank Arena erzielte Mijat Gacinovic bereits in der 5. Minute den entscheidenden Treffer.

Frankfurt blieb damit auch im siebten Heimspiel in Serie unbesiegt. "Wir wollen eine stabile Saison spielen, wir wollen so schnell wie möglich die Punkte holen, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben", sagte Trainer Niko Kovac zu den Träumen der Fans. "Das ist eine Momentaufnahme und das geht in der Bundesliga sehr schnell." Köln kassierte hingegen die zweite Auswärtsniederlage hintereinander. "Die erste Halbzeit, das war mit das schlechteste bisher in der laufenden Saison", kritisierte Kapitän Matthias Lehmann. "Wir haben es total verschissen, wir haben überhaupt keinen Zugriff gehabt." Trainer Peter Stöger urteilte: "Mit Tiki-Taka gewinnst du hier halt nicht, da musst du dagegen halten. Die zweite Halbzeit war in Ordnung."

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Mit der zweiten Hälfte zufrieden: Peter Stöger. (Foto: imago/Revierfoto)

Der genesene Alex Meier kehrte in die Startelf der Frankfurter zurück. Branimir Hrgota musste für den Kapitän weichen. Damit kam es zum spannenden Aufeinandertreffen mit Kölns Torjäger Anthony Modeste, der in neun Partien elf Mal für den FC traf und damit gemeinsam mit Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang die Torjägerliste der Liga anführt.

Meiers Rückkehr machte Hoffnung, beim letzten Aufeinandertreffen in der Commerzbank Arena steuerte der 33-Jährige zum 6:2 drei Treffer bei. Weitere kamen nicht hinzu, weder Meier noch Modeste konnten dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Ansonsten beließ es Eintracht-Trainer Niko Kovac bei der bewährten Zusammensetzung und baute in der Defensive wie im letzten Spiel beim 0:0 in Mönchengladbach auf eine Dreier-Kette.

Meier noch nicht voll da

Auch beim 1. FC Köln gab es für Trainer Peter Stöger nicht viel Anlass für eine Rotation. Dominique Heintz ersetzte den verletzten Dominic Maroh und auch Konstantin Rausch bekam das Vertrauen des Österreichers. Die Hessen erwischten den perfekten Start. Gacinovic leitete einen Pass von Szabolcs Huszti geschickt zu Timothy Chandler auf der rechten Außenbahn weiter. Der US-Nationalspieler flankte gefühlvoll in den Strafraum, fand Gacinovic, der per Kopf zur frühen Führung vollendete. Die Eintracht blieb am Drücker, beherrschte Köln nach Belieben. Chancen aber kreierten die Kovac-Schützlinge zu wenig.

Meier fehlte bei seinem Comeback die Bindung zum Spiel, der lange Stürmer konnte sich nicht einmal gefährlich in Szene setzen. Die Rheinländer fanden in den ersten 15 Minuten offensiv nicht statt. Schnelle Ballverluste und fahriges Passspiel prägten ihr Spiel. Erst in der 16. Minute hatten sie eine erste Chance, als Modeste übers Tor köpfte. Köln versuchte es mit langen Bällen auf den Franzosen, der meist zu früh startete und im Abseits stand. Der FC enttäuschte, Frankfurt musste sich den Vorwurf machen, nicht mehr aus der Überlegenheit gemacht zu haben.

Stöger reagierte auf den schwachen Auftritt. Simon Zoller kam zur Stärkung der Offensive, Nationalspieler Jonas Hector rückte vor ins Mittelfeld und die FC-Abwehr agierte nur noch als Dreier-Kette. Es schien zu fruchten, doch Yuya Osako vergab per Kopf den Ausgleich (50.). Köln erhöhte den Druck, ohne große Möglichkeiten herauszuspielen. Frankfurt verwaltete den Vorsprung und zeigte bei guten Offensivansätzen Schwächen beim letzten Pass. Mit viel Leidenschaft verteidigte die Eintracht den knappen Vorsprung über die Zeit.

Quelle: vpe/dpa

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