Fußball

"Habe Mourinho angerufen" Boateng erklärt seine Treue zum FC Bayern

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Jérôme Boateng hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2021.

(Foto: imago/DeFodi)

Im Sommer stehen die Zeichen bei Bayern Münchens Jérôme Boateng auf Abschied. An Interessenten mangelt es nicht. PSG und Manchester United wollen den Verteidiger verpflichten, doch er sagt beiden ab. Nun erklärt der Fußball-Nationalspieler, warum.

Trotz zahlreicher Angebote aus dem Ausland hat sich Jérôme Boateng vom FC Bayern München im Sommer dazu entschieden, den deutschen Fußballmeister nicht zu verlassen. Mit den Angeboten habe sich der 29-Jährige allerdings ernsthaft auseinandergesetzt, sagte er der "Bild". "Ich hatte Anfragen von Paris Saint-Germain und Manchester United, habe mich damit beschäftigt. Nicht aber, weil ich vom FC Bayern unbedingt weg wollte."

Er habe nicht fliehen wollen, sondern habe eine neue Herausforderung reizvoll gefunden, sagte der deutsche Nationalspieler. "Ich fühle mich beim FC Bayern pudelwohl, es ist einer der größten Klubs der Welt." Den Interessenten hat der Innenverteidiger dann sogar persönlich abgesagt. "Ich habe José Mourinho angerufen und ihm gesagt, dass sein Interesse eine Ehre für mich ist und mich bedankt, dass er sich bei Manchester United so für mich ins Zeug gelegt hat." Es sei ein gutes Gespräch gewesen, in dem er Mourinho die Gründe erklärt habe, warum er nicht kommen werde. "Es ist sehr schwer, den FC Bayern zu verlassen. Bei einem Wechsel muss schon alles passen, um diesen Klub zu toppen."

Kein Kommentar zum PSG-Angebot

Grund für den Verbleib soll auch Niko Kovac gewesen sein. Der neue Trainer habe ihm "von Anfang an seine Wertschätzung und das Vertrauen ausgesprochen" und ihm vermittelt, "dass ich für ihn und den Klub sehr wichtig bin", sagte Boateng. Die Entscheidung, zu bleiben, muss er bisher nicht bereuen. Alle vier Spiele der neuen Saison hat der FC Bayern gewonnen.

Zur Offerte von Paris Saint-Germain äußerte sich Boateng nicht. Vielleicht, weil die Transferoffensive und Vorgehensweise der Franzosen den Verantwortlichen übel aufstießen: "Ich will keinen beleidigen, ich sage nur, dass man mit Bayern München solche Sachen nicht machen kann. Ganz besonders, wenn es um so einen Spieler geht", hatte Sportdirektor Hassan Salihamidzic die Transferbemühungen im Gespräch mit dem Bezahlsender Sky bewertet und von einer "komischen Taktik" gesprochen.

Quelle: n-tv.de, mba

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