Fußball

"GGG-Regel" statt Inzidenz Bundesliga lockert Hygienekonzept für Profis

247515938.jpg

DFL und DFB reagieren auf die aktuelle Corona-Lage.

(Foto: picture alliance / GES/Helge Prang)

Was anderswo schon gilt, soll auch die Regel für die nächste Fußball-Bundesligasaison werden: Geimpfte und genesene Profis müssen sich künftig nicht mehr regelmäßig testen lassen. So verabschiedet man sich auch immer weiter von Inzidenzwerten.

Im deutschen Profifußball gibt es in der kommenden Spielzeit Erleichterungen für geimpfte und genesene Spieler. Wie aus dem angepassten medizinisch-hygienischen Arbeitsschutz-Konzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Saison 2021/22 hervorgeht, müssen sich geimpfte und genesene Spieler künftig nicht mehr auf das Coronavirus testen lassen.

Zur Befreiung von den Tests müsse lediglich der entsprechende Nachweis eingereicht werden, heißt es im veröffentlichten finalen Entwurf. Als vollständig geimpft zählen dabei alle Spieler, die mindestens zwei Wochen zuvor ihre letzte Impfung erhalten haben. Unter die Regelung der Genesenen fallen alle Profis, deren Infektion weniger als sechs Monate zurückliegt.

Für alle anderen stehen wie bislang mindestens zwei PCR-Testreihen pro Woche an. Dieser Gruppe von Spielern sei auch "eine besondere Aufmerksamkeit bei allen präventiven Maßnahmen" einzuräumen, heißt es im von der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" weiterentwickelten Konzept. Mit den neuen Regelungen solle der "bundesweit fortschreitenden Immunisierung" Rechnung getragen und die Orientierung an Inzidenzwerten zurückgefahren werden.

Generell greift in den Stadien in der kommenden Saison weiter das seit Beginn der Pandemie praktizierte Drei-Zonen-Konzept. Dabei gilt für alle drei Zonen die "GGG-Regel". Es werden folglich generell nur Geimpfte, Genesene und Getestete mit entsprechendem Nachweis Zugang zu den Stadionarealen erhalten. Diese Regelung betrifft alle Berufstätigen.

Für die Rückkehr der Fans in die Stadien müssen die Vereine selbst jeweils standortspezifische, individuelle Schutz- und Hygienekonzepte entwickeln. Diese individuellen Konzepte müssen die Klubs mit den zuständigen Gesundheitsbehörden vor Ort abstimmen und von diesen genehmigen lassen. Lediglich in der Frage der Zulassung von Gästefans soll es auf Wunsch der Vereine ein einheitliches Vorgehen geben.

Dieses Thema werde im Rahmen der DFL-Mitgliederversammlung am Mittwoch "ergebnisoffen" diskutiert, hieß es in der Pressemitteilung weiter. Auch eine mögliche Verlängerung der Sonderregel von fünf Auswechslungen soll auf der Mitgliederversammlung besprochen werden.

Quelle: ntv.de, ses/sid

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.