Fußball

Old Firm in Liga und Pokal Celtics einzige Gegner sind die Rekorde

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(Foto: imago/BPI)

Celtic Glasgow kann im Old Firm gegen die Rangers den Vorsprung in der schottischen Fußball-Meisterschaft auf 30 Punkte ausbauen. Auch wenn Celtic auf dem besten Weg zu einem Europarekord ist, birgt die beeindruckende Dominanz Gefahren.

Als Celtic Glasgow das bisher letzte Mal ein Spiel in der schottischen Meisterschaft verlor, hatte Großbritannien noch nicht über den Brexit abgestimmt, Donald Trump war noch nicht US-Präsidentschaftskandidat - und Muhammad Ali, Götz George, Bud Spencer, Fidel Castro und Manfred Krug lebten noch. Am 11. Mai 2016 unterlag das Team 1:2 im vorletzten Play-off-Spiel beim FC St. Johnstone. Wohl keiner der 5959 Zuschauer im McDiarmid Park in Perth ahnte, was für eine Rekordserie der Meister danach hinlegen würde.

Wiedersehen im FA Cup

So langweilig die Fußball-Liga in Schottland auch ist: Spannend könnte es im Pokal werden. Die Halbfinals des Scottish FA Cup stehen am 22. und 23. April an. Am Samstag, 22. April, trifft Zweitligist Hibernian Edinburgh ab 12.15 Uhr auf den FC Aberdeen, Tabellenzweiter der ersten Liga. Und am Sonntag, 23. April, heißt es dann ab 12 Uhr wieder: Celtic gegen Rangers. Beide Begegnungen finden übrigens in Glasgows Hampden Park statt. (sgi)

Insgesamt 26 der 27 Liga-Spiele in dieser Saison hat das Team gewonnen, davon zuletzt 22 in Folge. Ein einziges Remis gab es. Der Abstand auf den Zweitplatzierten FC Aberdeen beträgt elf Spiele vor Ende der Meisterschaft 27 Punkte. Mehr Vorsprung als die Spitzenreiter in Deutschland, England, Spanien und Italien zusammen. Ab 13 Uhr kommt es zum Old Firm gegen den Stadtrivalen Rangers. Klarer Favorit: Celtic. Wer auch sonst?

"Ich sorge mich nicht, weil es zu wenig Konkurrenz gibt. Einige Leute sagen, wir brauchen mehr Wettbewerb, um besser in Europa abzuschneiden. Aber ich würde dem nicht unbedingt zustimmen", sagte Celtics Trainer Brendan Rodgers: "Wir arbeiten auch so hart, um auf Top-Niveau zu sein. Wir können nur immer den Gegner schlagen, der als nächstes kommt." Dennoch gibt es immer wieder Bestrebungen, dass die beiden Klubs aus Glasgow in die englische Premier League wechseln. Zuletzt befeuert durch Celtics 3:3 gegen Manchester City in der Champions League. Bisher wurde dies allerdings immer wieder abgelehnt.

Die Zuschauerzahlen sinken

Dabei dominiert in der Liga selbst für schottische Verhältnisse inzwischen die Langeweile. Seitdem die Rangers 2012 insolvent gingen und in der 4. Liga neu anfangen mussten, ist selbst der jahrzehntelange Zweikampf und damit auch der letzte Rest Spannung in der Meisterschaft Geschichte. 1985 hieß mit Aberdeen letztmals ein schottischer Meister nicht Celtic oder Rangers. Inzwischen sind die Auswirkungen der Langeweile auch bei den Fans zu spüren. Bei den meisten Mannschaften sinken die Zuschauerzahlen, selbst Celtic zieht weniger Fans an. Trotz - oder gerade wegen - der Siegesserie.

Ernsthafte Gegner sind inzwischen nur noch die Rekordmarken. Ende Januar stellten sie mit 27 Spielen gegen schottische Teams (inklusive Pokal) ohne Niederlage eine neue Bestmarke auf. Der Rekord von Paris St. Germain, das 2015/2016 mit 31 Punkten Vorsprung die französische Liga gewann, ist zum Greifen nah. Der Celtic-Punkteschnitt von 2,93 pro Spiel ist ebenso beeindruckend. Britische Zeitungen bemühen inzwischen lang zurückliegende historische Vergleiche. Ungarns Rekordmeister Ferencváros Budapest schloss die heimische Liga einmal mit 22 Siegen aus 22 Spielen ab. In der Saison 1931/1932.

Quelle: n-tv.de, Dominik Kortus, sid

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