Fußball

Auch Klopp schafft noch CL-Quali Chelsea jubelt nach kuriosem Liga-Finale

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Thomas Tuchel war alles andere als begeistert von seinem Team, am Ende reichte es auch ohne eigenes Zutun zur erneuten Qualifikation für die Champions League.

(Foto: imago images/PA Images)

Der FC Chelsea wird nächste Saison in der Champions League dabei sein und muss dafür doch nicht am Samstag das Endspiel gewinnen. Die Mannschaft von Thomas Tuchel musste aber vom Lokalrivalen gerettet werden. Jürgen Klopp dagegen brachte eine schwierige Saison aus eigener Kraft erfolgreich zu Ende.

Thomas Tuchel hauchte dem FC Chelsea mit seiner Amtsübernahme vom glücklosen Frank Lampard neues Leben ein, brachte vor allem den Erfolg zurück. Von Platz zehn führte Tuchel den Klub bis zum 38. Spieltag ins Champions-League-Finale - und bis auf Platz drei in der Premier League: Beste Voraussetzungen, um auch in der kommenden Saison wieder in der Königsklasse dabei zu sein. Im Saisonfinale geht das Trio FC Chelsea (67 Punkte), der FC Liverpool und Leicester City (jeweils 66). Mit einem Sieg hätte der FC Chelsea die Aufholjagd aus eigener Kraft gekrönt, mit dem im Mittelfeld steckenden Aston Villa geht es zu einem passenden Gegner.

Doch lange, lange sieht es völlig überraschend so aus, als ob Chelsea am Ende doch noch auf Platz 5 und damit aus den Champions-League-Rängen fallen würde: 0:2 steht es schnell aus Sicht des Champions-League-Finalisten, der FC Liverpool stellt parallel souverän die Weichen auf ein erfolgreiches Ende einer komplizierten Saison - und Leicester City dreht einen Rückstand gegen Tottenham Hotspur. Zehn Minuten vor Schluss muss der FC Chelsea Manchester City im Champions-League-Finale schlagen, um auch in der kommenden Saison wieder dabei zu sein. Dem FC Chelsea war letztlich nur noch der Anschlusstreffer gelungen, der FC Liverpool gewann - und Tottenham drehte das Spiel in Leicester, am Ende schossen die Londoner noch ein 4:2 raus und den FC Chelsea damit zum glücklichsten Verlierer des Tages. "Ein Wechselbad der Gefühle an einem dramatischen Finaltag, beschrieb die BBC den Nachmittag von Thomas Tuchel.

Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben sich derweil souverän qualifiziert. Gegen Crystal Palace gewann der durch die ganze Saison von dramatischen Verletzungssorgen begleitete Titelverteidiger mit 2:0 (1:0) und beendet die Saison mit 69 Punkten auf Rang drei. Der senegalesische Fußball-Nationalspieler Sadio Mané sorgte mit seinen Treffern in der 36. und 74. Minute vor 10.000 Zuschauern an der Anfield Road für den umjubelten Erfolg. Dem einzigen, den das so hochkarätige Champions-League-Bewerbertrio zum Saisonfinale produzierte.

Dass Klopp und sein gebeuteltes Team am letzten Spieltag selbst in der Hand hatten, hatte der FC Liverpool seinem Torwart Alisson Becker zu verdanken - allerdings anders, als gedacht: Mit einem Last-Minute-Treffer hatte der Brasilianer am vergangenen Wochenende noch spät zwei Punkte organisiert. Der nach vorne gestürmte Schlussmann köpfte beim bereits feststehenden Absteiger West Bromwich Albion tief in der Nachspielzeit eine Ecke von Trent Alexander-Arnold sehenswert zum 2:1 (1:1)-Siegtor ein (90.+5).

Tottenham rettet auch sich selbst

Tottenham rettete derweil dank zweier später Treffer von Gareth Bale (87./90.+6) nicht nur dem FC Chelsea die Champions League, sondern auch sich selbst den internationalen Wettbewerb - und wird als Siebter in der Conference League antreten. Für die Europa League hat sich neben Leicester auch West Ham United durch ein 3:0 (2:0) gegen den FC Southampton als Sechster qualifiziert. Der FC Arsenal mit dem deutschen Nationaltorhüter Bernd Leno bleibt trotz eines 2:0 gegen Brighton&Hove Albion Achter und verpasste den internationalen Wettbewerb.

Meister Manchester City siegte problemlos gegen den FC Everton mit 5:0 (2:0). Sergio Agüero traf in seinem letzten City-Spiel doppelt. Vizemeister Manchester United gewann bei den Wolverhampton Wanderers mit 2:1 (2:1). Als Absteiger standen bereits der FC Fulham, West Bromwich Albion und Sheffield United fest.

Quelle: ntv.de, ter

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