Fußball

Neustart nach WM-Debakel DFB-Elf ohne Khedira - Kehrer dabei

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Sami Khedira ist gegen Frankreich nicht dabei.

(Foto: imago/DeFodi)

Sami Khedira steht nicht im Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die ersten beiden Länderspiele nach dem WM-Debakel. Bundestrainer Joachim Löw nominiert stattdessen drei Neulinge - unter anderem Thilo Kehrer von Paris Saint-Germain.

Bundestrainer Joachim Löw verzichtet in den ersten beiden Länderspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem Vorrundenaus bei der Weltmeisterschaft in Russland auf Sami Khedira. Der Weltmeister von 2014 ist der prominenteste von vier Spielern, die nach dem Debakel nicht mehr dabei sind. Die DFB-Elf spielt am Donnerstag, 6. September, zum Auftakt der neuen Nations League in München (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) gegen Weltmeister Frankreich. Drei Tage später geht es beim Testspiel in Sinsheim gegen Peru.

Dagegen berief Löw mit Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen, Thilo Kehrer von Paris St. Germain und Nico Schulz von der TSG Hoffenheim drei Neulinge. Neben Khedira nahm Löw auch PSG-Torwart Kevin Trapp und Neu-Schalker Sebastian Rudy nicht mehr ins Team. Der Berliner Marvin Plattenhardt fehlt aufgrund einer Adduktorenverletzung ohnehin. Mesut Özil vom FC Arsenal und Mario Gomez vom VfB Stuttgart standen nach ihren Rücktritten nicht mehr zur Verfügung. Damit stehen im 23-köpfigen Aufgebot für den Neuanfang noch 17 Spieler, die bei der WM das historische Vorrundenaus zu verantworten hatten.

Löw bescheinigt Sané "außerordentliches Talent"

Leroy Sané von Manchester City, den Löw kurz vor der WM aus seinem Kader gestrichen hatte, kehrt wie die ebenfalls nicht eingeladenenen Jonathan Tah aus Leverkusen und Nils Petersen aus Freiburg zurück. "Dass Sané außerordentliches Talent hat, ist klar. Er hatte aber im Trainingslager nicht immer die überzeugenden Leistungen gebracht", erklärte Löw. Um Kapitän Manuel Neuer sind noch sieben Weltmeister von 2014 dabei. "Ich traue den Weltmeistern zu, ihre Leistung wieder abzurufen. Ich weiß, welche Qualität sie haben", sagte Löw, der von einem "guten Mix" aus Erfahrung und jungen, hungrigen Spielern sprach.

Dass Khedira raus ist, hatte sich angedeutet. Der Mittelfeldspieler von Juventus Turin hatte dafür bereits Verständnis gezeigt. "Wenn es aktuell Bessere gibt, dann werde ich das akzeptieren", hatte sich Khedira mitgeteilt. Löw sagte zu seiner Entscheidung gegen Khedira: "Ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt Raum und Platz schaffen möchte auf dieser Position. Wir sprechen zu gegebener Zeit weiter."

Eine Nichtberücksichtigung von Ilkay Gündogan von Manchester City sei nach der Erdogan-Affäre überhaupt kein Thema gewesen. "Ich sehe in ihm einen Spieler, der den Durchbruch bei uns schafft. Sportlich war es für mich keine Frage, ihn einzuladen", sagte Löw. Zugleich appellierte der Coach an die deutschen Fans, Gündogan nicht mehr auszupfeifen. "Ich hoffe auf das Verständnis von allen Fans. Er hat unter der Situation sehr gelitten. Ilkay hat sich nochmals bekannt zu den deutschen Werten, zur Mannschaft."

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Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa