Fußball

Zweitliga-Showdown im Re-Live Das bizarre HSV-Drama zum Nachlesen

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Der Hamburger SV kämpft gegen die nächste gewaltige Enttäuschung - er braucht aber Schützenhilfe.

(Foto: dpa)

Der Hamburger SV oder Heidenheim, der Karlsruher SC oder der 1. FC Nürnberg: In Fernduellen wird über die Besetzung der Relegationsspiele zum Aufstieg und Abstieg entschieden. Nürnberg hat die Rettung selbst in der Hand, Hamburg ist auf Schützenhilfe vom Meister angewiesen.

FEIERABEND: Was für ein Drama - oben wie unten. Wir fassen zusammen: Bielefeld und Stuttgart steigen direkt auf, Heidenheim rettet die Relegation. Der HSV bleibt Zweitligist. Das gilt auch für den KSC, der den 1. FC Nürnberg noch in die Abstiegsrelegation schubst. Jetzt durchatmen und alles gleich nochmal in Ruhe bei uns nachlesen. Wir wünschen Ihnen noch ein schönes Rest-Wochenende.

90. + 3 Minute, TOOOOOR FÜR DEN HAMBURGER SV, 1:5 DIEKMEIER: Jetzt trifft auch noch der einst ewige Tor-Verweigerer und Ex-Hamburger Dennis Diekmeier. Und das spektakulär mit einem Schuss unter die Latte.

89. Minute, TOOOOOR FÜR DEN SV SANDHAUSEN, 1:4 ENGELS: Krass, einfach nur krass. Der wehrlose HSV kollabiert endgültig.

84. Minute, TOOOOOR FÜR DEN SV SANDHAUSEN, 1:3 BEHRENS (ELFMETER): Tor, Schock. Der HSV braucht das Mega-Wunder von der Elbe.

83. Minute: Eieiei, Josha Vagnoman mit einem ganz dummen Foul im Strafraum. Elfmeter für Sandhausen.

80. Minute: Der Hamburger SV will, aber kann aktuell nicht. Das wirkt konditionell mächtig ausgeknockt. Aber ein erfolgreicher Moment würde ja reichen. Bemerkenswert übrigens. Hecking hat alle Möglichkeiten zum Wechseln ausgeschöpft, mit Lukas Hinterseer aber auf einen Torjäger verzichtet ...

68. Minute, TOOOOOR FÜR HOLSTEIN KIEL, 1:1 LAUBERBACH: Lion Lauberbach schockt den "Club" per Kopf. Weil Karlsruhe führt, rutscht  der 1. FC Nürnberg vorübergehend auf den Relegationsrang 16. Damit droht der Super-GAU für den Erstliga-Absteiger.

62. Minute, TOOOOOR FÜR HAMBURGER SV, 1:2 HUNT (ELFMETER): Da ist die HOFFNUNG für den HSV. Nach einem Foul an Bakery Jatta gibt's Elfmeter und den verwandelt Aaron Hunt so was von wütend und souverän. Der Ex-Bremer nagelt den Ball rechts oben in die Ecke. Die Eier ('tschuldigung) musst du in der Situation erstmal haben! Weil Heidenheim in Bielefeld unter die Räder kommt, reicht dem HSV ein weiteres Tor (zum Remis) um sich auf den Relegationsrang vorzuschieben.

61. Minute, TOOOOOR FÜR DEN KARLSRUHER SC, 1:2 HOFMANN (ELFMETER): Der KSC arbeitet weiter daran, die Klasse ohne Saisonverlängerung zu halten. Nach einem dummen Foul von Paul Seguin an Marvin Wanitzek gibt es Elfmeter - den verwandelt Philipp Hofmann souverän. Aber: So lange Nürnberg führt, bringt das Karlsruhe nichts.

54. Minute, TOOOOOR FÜR ARMINIA BIELEFELD, 3:0 CLAUSS: So, dann legen wir uns mal fest, Heidenheim holt auf der Alm heute keine Punkte. Zu gut ist diese Arminia. Klos spielt einen furiosen Pass in den Lauf von Jonathan Clauss, der mühelos vollendet. Der Torschütze verlässt die Bielefelder übrigens nach einer überragenden Saison und wechselt nach Frankreich zu RC Lens. Wechsel ist auch ein gutes Stichwort: Der FCH hat zur Halbzeit drei frische (offensive) Kräfte gebracht - gebracht hat's bislang wenig.

46. Minute: So weiter geht's. Man wäre ja schon gerne in der Hamburger Kabine dabei gewesen und hätte gehört, was Coach Hecking seinen Jungs mit auf den Weg gegeben hat.

HALBZEIT: Da fällt einem wirklich nichts mehr ein. Da hält Arminia Bielefeld Wort und liefert gegen den 1. FC Heidenheim eine höchst konzentrierte Vorstellung ab - inklusive 2:0-Führung. Und was macht der HSV? Der blamiert sich nach Kräften, das 0:2 gegen Sandhausen ist völlig verdient. Und auch über ein 0:3 hätte sich der Klub nicht beklagen dürfen, aber in der Nachspielzeit lässt Behrens die Riesenchance aus kurzer Distanz liegen, nagelt den Ball freistehend über das Tor.

Schöne Randnotiz aus Stuttgart: Mario Gomez, der den VfB zum Ende dieser Saison verlässt, erzielt das 1:1 gegen den SV Darmstadt 98.

40. Minute: Unfassbar was in Hamburg passiert. Nach einem aberwitzigen Fehlpass von Aaron Hunt kommt erneut Behrens an Ball. Unbedrängt verzieht aber er knapp ...

36. Minute: Der bislang eher schwache van Drongelen muss raus. Der Niederländer knickt im Zweikampf mit Behrens mit dem Knie um und sinkt umgehend schreiend zu Boden.

33. Minute: Nun gibt's bereits den ersten beißenden Spott für den HSV - Bremens Edelfan Jan Delay twittert:

 

21. Minute, TOOOOOR FÜR DEN SV SANDHAUSEN, 0:2 BEHRENS: Heiliger Bimbam, da ist Heidenheim in Bielefeld völlig von der Rolle und der HSV kollabiert weiter. Van Drongelen hebt das Abseits gegen Kevin Behrens auf, der ist durch, schießt, trifft.

20. Minute, TOOOOOR FÜR DEN KARLSRUHER SC, 1:1 KOTHER: Der KSC erholt sich von dem frühen Schock und der anfänglichen Dominanz der Fürther - das 1:1, ein Abstauber nach einer Ecke, reicht nicht zum Klassenerhalt, solange Nürnberg weiter in Führung liegt.

17. Minute, TOOOOOR FÜR ARMINIA BIELEFELD, 2:0 VOGLSAMMER: Heidenheim, hallo? Jemand da? Eher nicht, zumindest mental nicht. Der Ex-Heidenheimer Andreas Voglsammer hat ganz viel Platz und ganz viel Gefühl im Fuß, er schlenzt den Ball von der Strafraumkante sehenswert in die lange Ecke.

14. Minute, TOOOOOR FÜR ARMINIA BIELEFELD, 1:0 KLEINDIENST (EIGENTOR): Wahnsinn, der HSV liegt hinten, Heidenheim jetzt auch. Und beide durch ein Eigentor. Tim Kleindienst fälscht einen Kopfball von Fabian Klos unglücklich ab. Uptdate: Das Tor wird nachträglich doch Klos gutgeschrieben!

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Maximaler Frust.

(Foto: dpa)

13. Minute, TOOOOOR FÜR DEN SV SANDHAUSEN, 0:1 VAN DRONGELEN (EIGENTOR): Ohje, ohje, der HSV liegt hinten. Zitat des Kollegen (Werder-Fan): "Die wollen sich nicht zwei Klatschen gegen uns abholen." Coach Dieter Hecking sieht das gänzlich anders, der ist stinksauer. Allerdings: Abwehrspieler Rick van Drongelen kann so viel nicht machen, die Hereingabe ist gut, der Niederländer ganz eng am Stürmer, er berührt den Ball nur leicht, aber eben fatal. Torwart Julian Pollersbeck ist machtlos.

3. Minute, TOOOOOR FÜR DEN 1. FC NÜRNBERG, 0:1 ERRAS: So schlecht es für den KSC im Parallelspiel beginnt, so überragend startet Nürnberg. Von links flankt Johannes Geis den Ball vor den Fünfer. Dort steigt Startelf-Rückkehrer Patrick Erras hoch und wuchtet den Ball sehenswert ins halbhohe linke Eck.

2. Minute, TOOOOOR FÜR GREUTHER FÜRTH, 1:0 KEITA-RUEL: Ganz bitterer Start für den Karlsruher SC im Kampf um den direkten Ligaerhalt - Torjäger Daniel Keita-Ruel steht frei und köpft aus gut vier Metern ein.

1. Minute: Los geht's! Der Ball ist desinfiziert - und rollt.

15.16 Uhr: Hecking, der das Spiel auch als "Charakterfrage" für seine Mannschaft sieht, wird mit einem Auge zur Partie von Konkurrent Heidenheim schauen. "Wir werden während des Spiels nicht geheim halten können, wie es parallel in Bielefeld steht", sagte der 55-Jährige, der aber in allererster Linie seine eigenen Jungs in die Pflicht nahm: "Wir müssen aber zunächst einmal die Idealvoraussetzungen schaffen und in Führung gehen, damit Heidenheim auch unter Druck ist. Das ist unsere Hauptaufgabe."

15.07 Uhr: Der 1. FC Heidenheim muss derweil gegen die beste Mannschaft von Meister Arminia Bielefeld antretetn. Trainer Uwe Neuhaus bietet seine stärkste Formation auf. Heidenheims Coach Frank Schmidt änderte seine Startelf auf zwei Positionen: Für Tobias Mohr und Robert Leipertz beginnen Denis Thomalla und Konstantin Kerschbaumer. Der frühere Bielefelder Kerschbaumer hatte beim 2:1 gegen den HSV den Siegtreffer erzielt. Mit seiner Aufstellung setzte Neuhaus angesichts der brisanten Konstellation auch ein Zeichen. Sollte Heidenheim statt des HSV aufsteigen, würde das den Bielefeldern zwei Millionen Euro mehr Fernsehgeld in der kommenden Saison garantieren. Neuhaus hatte jedoch Fairness versprochen.

14.58 Uhr: Blicken wir kurz auf die Mannschaft, die es für den Hamburger SV richten soll:
Pollersbeck - Jung, van Drongelen, Ewerton - Gyamerah, Fein, Leibold - Dudziak, Hunt -  Harnik, Pohjanpalo

Der Gegner aus Sandhausen vertraut derweil dieser Elf:
Fraisl - Schirow, Verlaat, Kister - Diekmeier, Linsmayer, Taffertshofer, Paqarada - Biada - Behrens, Scheu.

14.45 Uhr: Und so ist die Lage im Tabellenkeller: Mit einem Sieg bei Holstein Kiel ist Bundesligaabsteiger 1. FC Nürnberg (36) gerettet und hätte somit die Relegationsspiele gegen den Drittliga-Dritten vermieden. Genau das ist das Ziel des öffentlich angezählten Trainers Jens Keller, dessen Verbleib beim "Club" fraglich ist. "Wir wollen das Schicksal nicht in fremde Hände legen", sagte der Coach. Denn bei einem Sieg des Karlsruher SC (34) bei Greuther Fürth reicht den Nürnbergern wegen der schlechteren Tordifferenz auch ein Remis nicht. Andererseits kann der KSC im Falle einer Niederlage wohl nicht mehr direkt absteigen, da die drei Punkte zurückliegenden Klubs Wehen und Dresden um zehn und 14 Treffer schlechter dastehen.

14.30 Uhr: Die Hamburger müssen, die Heidenheimer können aufsteigen. "Wir haben nichts mehr zu verlieren", sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. Der auf Rang vier abgerutschte Traditionsklub liegt vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen einen Zähler hinter Heidenheim (55) und ist vom Ergebnis des Tabellendritten bei Meister Arminia Bielefeld abhängig. Ein Sieg könnte den Hamburgern reichen, wenn Heidenheim nicht gewinnt. Verlieren die Heidenheimer, reicht dem HSV ein Remis. Für den ehemaligen "Weltverein" geht es auch darum, ein Déjà-vu als "Deppen von der Elbe", so Trainer Dieter Hecking im vergangenen Jahr, zu verhindern.

14.15 Uhr: Der Kampf um die Relegationsspiele steht im Mittelpunkt des letzten Spieltages in der 2. Fußball-Bundesliga. Der VfB Stuttgart hat neben Arminia Bielefeld den Bundesliga-Aufstieg so gut wie sicher. Dynamo Dresden und der SV Wehen Wiesbaden können den direkten Abstieg kaum noch vermeiden. Somit geht es für den großen Außenseiter 1. FC Heidenheim und den bangenden Hamburger SV um die Chance auf die Relegationsspiele zum Aufstieg. Der Karlsruher SC und der 1. FC Nürnberg kämpfen im Fernduell um den direkten Klassenverbleib. Wir konzentrieren uns im Ticker folglich auch auf diese vier Partien - sollte etwas Außergewöhnliches passieren, dann melden wir das natürlich auch!

Quelle: ntv.de, tno