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"Nichts schönzureden" Das sagt Tedesco über sein Schalke-Aus

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Domenico Tedesco fiebert weiterhin mit Schalke mit.

(Foto: dpa)

Domenico Tedesco muss in der vergangenen Woche seinen Posten als Trainer beim FC Schalke 04 räumen. Der abgestürzte Fußball-Bundesligist versucht, mit Nachfolger Huub Stevens den Abstieg zu verhindern. Tedesco spricht nun erstmals über seinen "emotionalen" Abschied.

Knapp eine Woche nach seinem Rauswurf beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 spricht erstmals Domenico Tedesco: "Für mich war das natürlich sehr emotional. Der Verein, die Menschen in diesem Verein und die Fans sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen", sagte der 33-Jährige, der am vergangenen Donnerstag nach dem 0:7-Debakel in der Champions League bei Manchester City freigestellt worden war. Am Morgen hatte er noch das Training geleitet.

Die höchste Europapokalpleite in der Schalker Vereinsgeschichte habe "brutal wehgetan". Trotzdem habe man "bis zu dieser Partie eine gute Champions-League-Saison gespielt - und auch im Pokal waren wir im Soll". In der Bundesliga allerdings "haben wir es aber leider überhaupt nicht so hinbekommen, wie wir uns das alle gewünscht hätten. Die Situation dort ist absolut unbefriedigend. Da gibt es auch nichts schönzureden".

"Ich werde weiter mitfiebern"

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Huub Stevens leitet nun das Training.

(Foto: imago images / RHR-Foto)

Das erste Spiel nach seiner Entlassung am vergangenen Samstag gegen RB Leipzig (0:1), bei dem sein Nachfolger Huub Stevens mit Co-Trainer Mike Büskens auf der Trainerbank saß, verfolgte er am Fernseher. Die Mannschaft habe "gezeigt, dass sie lebt. Wenn sie daran anknüpft, wird sie mit Sicherheit die nötigen Punkte holen. Ich werde weiter mitfiebern und die Daumen drücken".

Tedesco bedankte sich für "große Unterstützung auch in schweren Zeiten, von den Verantwortlichen, aber auch von den Fans". Er habe registriert, wie schwer diese Entscheidung hier allen gefallen ist". Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, die Vorstände Alexander Jobst, Peter Peters, aber auch der zurückgetretene Manager Christian Heidel hätten ihm "in der Vergangenheit immer wieder den Rücken gestärkt". Der Umgang mit dem neuen Sportvorstand Jochen Schneider sei "immer sehr offen und fair" gewesen.

"Offenes und faires Miteinander"

Das Schalker Umfeld habe er nicht als schwierig empfunden, "ganz im Gegenteil. Auch mit den Medien war es immer ein sehr gutes, offenes und faires Miteinander". Die Vizemeisterschaft in seiner ersten Saison, die Erfolge in der Champions League und "Spiele wie das 4:4 in Dortmund werden mir immer in Erinnerung bleiben".

Tedesco war im Sommer 2017 von Heidel als Cheftrainer verpflichtet worden und hatte die Mannschaft überraschend auf Platz zwei geführt. Nach Abgängen wichtiger Spieler wie Leon Goretzka, Max Meyer und Thilo Kehrer und umstrittenen Verpflichtungen, die die Lücken nicht füllen konnten, stürzte Schalke in der Bundesliga dramatisch ab und kämpft als Tabellen-15. mit nur drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz um den Klassenerhalt.

Quelle: n-tv.de, ara/sid

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