Fußball

Chronologie eines geplanten Erfolgs Der unaufhaltsame Sturm der Roten Bullen

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An diese Fahne müssen sich die Fans aller anderen Bundesligisten in Zukunft gewöhnen.

(Foto: imago/Picture Point LE)

Innerhalb von sieben Jahren ist der von Red Bull finanzierte Verein RasenBallsport Leipzig aus der Fünftklassigkeit in das Fußball-Oberhaus aufgestiegen. Die nicht ganz geräuschlosen Stationen des Emporkömmlings im Überblick.

Gründung und erste Saison in der Oberliga Nordost (2009/2010): RasenBallsport Leipzig wird am 19. Mai 2009 gegründet und übernimmt zur Saison 2009/2010 das Startrecht des SSV Markranstädt in der Oberliga Nordost. Der Nordostdeutsche Fußballverband stimmt der Übertragung des Spielrechts zu und genehmigt den Vereinsnamen. Dabei nimmt RB den Spielbetrieb ohne offizielles Vereinswappen auf, da es wegen der Ähnlichkeit zum Red Bull-Unternehmenslogo vom Sächsischen Fußballverband abgelehnt wird - ein Novum im deutschen Profifußball. Die Leipziger sichern sich vorzeitig den Aufstieg in die Regionalliga. Trotzdem muss Trainer Tino Vogel gehen.

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Das modifizierte Logo des Klubs.

(Foto: picture alliance / dpa)

Regionalliga, 1. Saison, 2010/2011: RB Leipzig besitzt nun ein Vereinslogo, denn der Sächsische Fußballverband akzeptiert die leicht modifizierte Version. Die erste Mannschaft trägt ihre Heimspiele in der Red Bull Arena, dem ehemaligen Leipziger Zentralstadion, aus. Die erste Saison in der Regionalliga beendet das Team des neuen Trainers Thomas Oral als Vierter und verpasst den anvisierten Aufstieg.

Regionalliga, 2. Saison, 2011/2012: Dritte Saison für RB, dritter Coach: Peter Pacult soll den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Nur drei Spieler aus dem Oberliga-Team der Premieren-Saison stehen noch im Kader. Doch trotz vieler namhafter Neuzugänge verpasst RB Leipzig auch im zweiten Anlauf den Aufstieg in die 3. Liga und wird am Ende Dritter.

Regionalliga, 3. Saison, 2012/2013: Ralf Rangnick wird Sportdirektor und bringt Alexander Zorniger als neuen Trainer mit. Drei Tage vor Saisonende ist den Leipzigern die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. In der Aufstiegsrelegation setzt sich das Team gegen die Sportfreunde Lotte durch und schafft somit im dritten Anlauf den Sprung in die 3. Liga.

3. Liga , 1. Saison, 2013/2014: Mit sieben Neuzugängen im Kader, darunter Joshua Kimmich, inzwischen Stammspieler beim FC Bayern München, und Yussuf Poulsen, jetzt dänischer A-Nationalspieler, knüpft Trainer Zorniger auch in der 3. Liga an seine Erfolge an. RB macht einen Spieltag vor Saisonende den Zweitliga-Aufstieg perfekt.

2. Bundesliga, 1. Saison, 2014/2015: Zunächst muss der Verein seine Lizenzunterlagen zweimal aufbessern. Die DFL fordert eine Modifizierung des Vereinslogos und Änderungen im Führungsgremium, so dass in diesem nicht mehr nur direkt von Geldgeber Red Bull angestellte Vertreter sitzen. Zudem hatte sich der Verein bei der DFL dazu verpflichtet, seine Satzung zu ändern, um sich neuen Mitgliedern weiter zu öffnen. Auf dem Rasen verliert RB in den Rückrunde den Kontakt nach oben, Coach Zorniger tritt im Februar zurück. Unter Interimscoach Achim Beierlorzer wird das Team am Ende Fünfter.

2. Bundesliga, 2. Saison, 2015/2016: Neuer Cheftrainer wird in Personalunion Sportdirektor Ralf Rangnick, nachdem zuvor Wunschkandidaten wie Thomas Tuchel abgesagt haben. Leipzig verpflichtet unter anderem den Bremer Bundesligaspieler Davie Selke für acht Millionen Euro und gibt insgesamt fast 19 Millionen Euro für neue Spieler aus. Seit dem 15. Spieltag steht RB Leipzig ohne Unterbrechung auf einem direkten Aufstiegsplatz und feiert am 8. Mai den Aufstieg in die Bundesliga.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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