Fußball

Leipzig gegen Salzburg Die Europaliga hat ihr Red-Bull-Duell

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Die Erlösung gegen Luhansk: Die Leipziger jubeln nach dem 3:2 in letzter Minute.

(Foto: imago/Eibner)

RB Leipzig trifft in der Fußball-Europaliga auf Red Bull Salzburg, Celtic Glasgow und Trondheim. Bayer Leverkusens Gegner sind Razgrad, der FC Zürich und Larnaka. Pokalsieger Eintracht Frankfurt spielt gegen Lazio Rom, Olympique Marseille und Apollon Limassol.

In der Fußball-Europaliga kommt es für den Bundesligisten RB Leipzig mit Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick in der Gruppe B zu einem Duell mit dem ebenfalls von Red Bull gesponserten österreichischen Meister FC Salzburg. Das ergab die Auslosung in Monaco. Ein Uefa-Entscheid aus dem Jahr 2017 hatte ein entsprechendes Aufeinandertreffen erst möglich gemacht. Die Regeln fordern eigentlich eine strikte Trennung auf allen Ebenen aller an den Europapokalwettbewerben teilnehmenden Vereine. Dann aber, hieß es, lediglich Logos und Trikots der Klubs müssen sich offensichtlich unterscheiden.

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Da freut sich der Konzernchef: Dietrich Mateschitz.

(Foto: dpa)

Zwischen beiden Vereinen soll es, wie Leipzigs Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff sagt, einen Entflechtungsprozess gegeben haben. Rangnick, der von 2012 bis 2015 Sportdirektor beider Klubs war, sagte dazu: "Als ich Salzburg vor drei Jahren verlassen haben, war es der erste Schritt, in den letzten zwei Jahren wurden die Klubs weiter entflochten." Und Uefa-Wettbewerbsdirektor Giorgio Marchetti hält das Duell für unproblematisch: "Beide Teams sind für den Wettbewerb zugelassen. Alle Kriterien wurden erfüllt."

Im vergangenen Jahr hatte der Europäische Verband erst nach langen Beratungen beiden Klubs ein Startrecht im gleichen Wettbewerb grundsätzlich eingeräumt. Die Regularien verbieten eine Teilnahme im gleichen Europacup, wenn zwei Klubs maßgeblich vom gleichen Geldgeber abhängen. Im Fall Leipzig und Salzburg seien durch strukturelle Veränderungen alle Kriterien erfüllt, behauptete die Uefa aber. Die Österreicher starten auch in dieser Saison international unter dem Namen FC Salzburg und modifizierten ihr Logo mit den zwei Bullen. Auch die Trikots müssen offensichtlich zu unterscheiden sein. Dass es sportlich überhaupt zu dem Aufeinandertreffen der beiden Red-Bull-Klubs kommt, war lange nicht klar. So hatte Salzburg die scheinbar sichere Champions-League-Qualifikation mal wieder verspielt, zum insgesamt elften Mal hintereinander. Und Leipzig löste gegen Sorja Luhansk erst in der Schlussminute das Ticket zur Gruppenphase. Der schottische Meister Celtic Glasgow und der norwegische Verein Rosenborg Trondheim warten als weitere Gegner in der Gruppe B.

Auf Frankfurt warten schöne Reisen

Pokalsieger Eintracht Frankfurt erwischte mit Lazio Rom und dem Vorjahresfinalisten Olympique Marseille zwei attraktive Gegner in der Gruppe H, dritter Kontrahent ist Apollon Limassol aus Zypern. Bayer 04 Leverkusen bekam leichtere Kontrahenten und hat es es in der Gruppe A mit Ludogorets Rasgrad aus Bulgarien, AEK Larnaka aus Zypern und dem FC Zürich zu tun.

Im Vorjahr hatten die deutschen Mannschaften in der Europaliga massiv enttäuscht. Der SC Freiburg verpasste die Gruppenphase. Die TSG Hoffenheim, Hertha BSC und der 1. FC Köln schieden in der Vorrunde aus. RB Leipzig und Borussia Dortmund stiegen zwar als Gruppendritte der Champions League in der K.o.-Phase ein, kamen aber nicht über das Viertel- und das Achtelfinale hinaus.

Die 48 Teams sind nun auf zwölf Vierergruppen verteilt. Die Ersten und Zweiten erreichen die Zwischenrunde am 14. und 21. Februar, bei der die Gruppendritten der Champions League mitspielen. Die Achtelfinals sind für den 7. und 14. März angesetzt, die Viertelfinals für den 11. und 18. April. Die Halbfinals stehen am 2. und 9. Mai an. Der Sieger der Europaliga wird am 29. Mai in Baku gekürt und qualifiziert sich für die Gruppenphase Champions League der Saison 2019/2020.

Die Gruppen in der Übersicht

Gruppe A: Bayer 04 Leverkusen, Ludogorets Rasgrad, FC Zürich, AEK Larnaka

Gruppe B: FC Red Bull Salzburg, Celtic Glasgow, RB Leipzig, Rosenborg Trondheim

Gruppe C: Zenit St. Petersburg, FC Kopenhagen, Girondins Bordeaux, Slavia Prag

Gruppe D: RSC Anderlecht, Fenerbahçe, Dynamo Zagreb, Spartak Trnava

Gruppe E: FC Arsenal, Sporting Lissabon, FK Karabach Agdam, Worskla Poltawa

Gruppe F: Olympiakos Piräus, AC Mailand, Betis Sevilla, F91 Düdelingen

Gruppe G: FC Villarreal, SK Rapid Wien, Spartak Moskau, Glasgow Rangers

Gruppe H: Lazio Rom, Olympique Marseille, Eintracht Frankfurt, Apollon Limassol

Gruppe I: Besiktas, KRC Genk, Malmö FF, Sarpsborg 08 FF

Gruppe J: FC Sevilla, FK Krasnodar, Standard Lüttich, Akhisar Belediyespor

Gruppe K: Dynamo Kiew, FC Astana, Stade Rennes, FK Jablonec

Gruppe L: FC Chelsea, Paok Thessaloniki, Bate Borissow, Vidi FC

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa