Fußball

Souveräner Pokal-Sieg am Millerntor Dortmund lässt St. Pauli keine Chance

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Shinji Kagawa traf nach einem Torwartfehler zum 3:0-Endstand für den BVB gegen St. Pauli.

(Foto: REUTERS)

Das Sorgenkind der Fußball-Bundesliga gibt sich im DFB-Pokal keine Blöße: Im Zweitrundenspiel beim FC St. Pauli stellt Borussia Dortmund die Weichen schon vor der Pause auf Sieg. Mit dem Erfolg holt sich der BVB Selbstbewusstsein für den FC Bayern.

Borussia Dortmund hat sich im DFB-Pokal den Bundesliga-Frust von der Seele geschossen und ist souverän in das Achtelfinale eingezogen. Mit dem hochverdienten 3:0 (2:0) beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli rehabilitierten sich die Westfalen ein wenig für die Negativ-Serie in der Bundesliga mit vier Niederlagen nacheinander und machten vor dem Gipfeltreffen am Samstag beim deutschen Meister und Erzrivalen Bayern München einen kleinen Schritt aus der Krise.

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Ciro Immobile erzielte das 1:0 selbst und bereitete das 2:0 vor.

(Foto: imago/Claus Bergmann)

Ciro Immobile (33.) und Nationalspieler Marco Reus (44.) schossen schon vor der Pause für den in der Bundesliga auf Platz 15 abgestürzten Vizemeister eine klare Führung heraus. Shinji Kagawa (86.) sorgte für den Endstand. Nur der starke St. Pauli-Keeper Philipp Tschauner, dessen einziger Fehler zum Kagawa-Treffer führte, und fehlende Dortmunder Konsequenz vor dem Tor hielten die Niederlage der limitierten Hamburger vor 29.063 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion in Grenzen. Sie können sich als Zweitliga-16. nun ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren.

Dortmund zeigt Champions-League-Gesicht

BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte im Vergleich zum 0:1 gegen Hannover 96 am Samstag gleich auf sechs Positionen sein Team verändert. Unter anderen rückte Mitchell Langerak für Nationalspieler Roman Weidenfeller ins Tor, Immobile in die Angriffsspitze. Die Dortmunder versuchten gegen St. Pauli an ihre zumindest in dieser Champions-League-Saison überlegenen Auftritte anzuknüpfen. Trotzdem taten sie sich trotz der Klopp-Rotation anfangs schwer und strotzten nach den jüngsten Bundesliga-Pleiten nicht gerade vor Selbstbewusstsein.

Mit der Zeit wurden die Gäste aber druckvoller und kamen zu Chancen. Kagawa (9.) zielte freistehend daneben, bei Schüssen von Mats Hummels (16.) und Henrich Mkhitarjan (22.) reagierte Tschauner stark. Ein Tor von Immobile (18.) wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Die Hamburger waren fast nur auf Defensive bedacht. Ihre Taktik ging zumindest eine halbe Stunde lang auf. Doch nach 33 Minuten schloss Immobile eine schöne Kombination aus kurzer Entfernung ab.

St. Pauli spielt erst nach der Pause mit

Kurz vor der Pause glänzte der Italiener auch noch als Torvorbereiter, als er für Reus zum 2:0 auflegte. Zwischen den beiden Treffern tauchte St. Pauli sogar einmal gefährlich vor dem BVB-Kasten auf. Den Kopfball von Kapitän Sören Gonther (39.) entschärfte Langerak gekonnt.

Nach der Pause wurde der Zweitligist mutiger. Allerdings waren die Hanseaten zu harmlos, um die zuletzt verunsicherte BVB-Deckung zu gefährden. Nur Dennis Daube (57.) kam aussichtsreich zum Abschluss, scheiterte aber am guten Langerak. Die Borussia verwaltete über weite Strecken nur noch das Ergebnis und schien sich für das Topduell in München zu schonen. Kagawa setzte dann den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa