Fußball

Heidenheim rückt an VfB heran Dresdens Aufholjagd im Ligakeller stoppt jäh

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Die Dresdner waren nah dran am nächsten Punkt.

(Foto: imago images/Dennis Hetzschold)

Dynamo Dresden hängt in der 2. Fußball-Bundesliga auf dem letzten Tabellenplatz fest. Auch, weil sich der Klub gegen Darmstadt 98 zunächst um Chancen bringt und dann selbst dezimiert. Deutlich besser läuft es für den 1. FC Heidenheim, der den Anschluss an die Aufstiegsränge wieder herstellt.

SV Sandhausen - 1. FC Heidenheim 0:1 (0:1)

Der 1. FC Heidenheim hat sich im Kampf um Relegationsplatz drei in der 2. Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gewann am 21. Spieltag beim SV Sandhausen 1:0 (1:0) und verkürzte als Tabellenvierter den Rückstand auf den drittplatzierten VfB Stuttgart vorerst auf einen Zähler.

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Tim Kleindienst schießt das einzige Tor des Abends in Sandhausen.

(Foto: imago images/foto2press)

Tim Kleindienst (16.) sorgte mit seinem achten Saisontreffer für Heidenheims ersten Sieg nach der Winterpause und für Sandhausens erste Heimniederlage seit dem zweiten Spieltag. Der SVS, der in der laufenden Saison zuvor nur gegen Osnabrück am 2. August (0:1) am heimischen Hardtwald verloren hatte, hat aber noch ein Polster von sieben Punkten auf Relegationsrang 16.

Vor 4726 Zuschauern schloss Kleindienst einen starken Konter der Gäste zur Führung ab. Es war das erste Tor der Heidenheimer nach dem Jahreswechsel, zuvor hatte es ein 0:3 beim VfB Stuttgart und ein 0:0 gegen Schlusslicht Dresden gegeben.  Sandhausen wehrte sich nach Kräften gegen die drohende Heimpleite, ließ aber in einem Spiel mit nur wenigen sehenswerten Szenen die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Dynamo Dresden - SV Darmstadt 98 2:3 (1:3)

Der SV Darmstadt 98 hat seine Durststrecke beendet und die Aufholjagd von Dynamo Dresden gestoppt. Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg setzten sich die Lilien bei den Sachsen 3:2 (3:1) durch und vergrößerten ihr Polster auf einen Anstiegsplatz vorerst auf sechs Punkte. Bei einem Sieg hätte Schlusslicht Dresden nach Punkten mit dem Tabellenvorletzten Karlsruhe gleichgezogen.

Seung-ho Paik (8.), Tobias Kempe (13.) und Serdar Dursun (43.) trafen für Darmstadt. Josef Husbauer (5.) hatte Dresden in Führung gebracht, Patrick Schmidt (57.) brachte den Gastgeber noch einmal heran. Dresdens Simon Makienok sah sechs Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte wegen groben Foulspiels (76.).

In einer turbulenten Anfangsphase vor 26.243 Zuschauern erzielte der tschechische Winterzugang Husbauer mit einem satten Volleyschuss das frühe 1:0, Paik mit seinem ersten Tor in der 2. Bundesliga und Kempe nach einem Fehler von Dynamo-Torwart Kevin Broll konterten aber schnell. Kurz vor der Pause sorgte Dursun mit seinem zehnten Saisontor, dem fünften in den vergangenen vier Spielen, für vermeintlich klare Verhältnisse.

Nach der Pause ließ die ebenfalls im Winter geholte Heidenheimer Leihgabe Schmidt noch einmal Hoffnung aufkommen, Sascha Horvath hatte sogar das 3:3 auf dem Fuß (59.). Auf der Gegenseite traf Fabian Holland die Latte (66.). Schmidts vermeintlicher Ausgleichstreffer fand wegen vermeintlicher Abseitsstellung keine Anerkennung (72.).

An diesem Samstag findet das erste Fußballspiel in Deutschland statt, bei dem legal Pyrotechnik gezündet werden darf. Nämlich bei der Partie Hamburger SV gegen Karlsruher SC (13 Uhr im Liveticker bei ntv.de). Fanforscher Jonas Gabler erklärt im Interview mit ntv.de wie es zu dieser einmaligen Situation kam.

Quelle: ntv.de, ara/sid