Fußball

Union muss in die Verlängerung Düsseldorf wechselt spät den Sieg ein

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Thomas Pledl und Jakub Piotrowski entschieden die Partie für Fortuna Düsseldorf.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Fortuna-Coach Rössler beweist im DFB-Pokalspiel beim FC Ingolstadt ein goldenes Händchen. Zwei Einwechsler entscheiden die Partie für Düsseldorf zehn Minuten vor Schluss. Regionalligist Ulm siegt überrascht gegen Aue - während Union Berlin gegen den Karlsruher SC eine Sonderschicht einlegt.

Karlsruher SC - 1. FC Union Berlin 0:1 i.V. (0:0)

Der 1. FC Union Berlin hat nur mit viel Mühe und erst nach einer 30-minütigen Sonderschicht die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Der Fußball-Bundesligist gewann beim Zweitligisten Karlsruher SC mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte Neuzugang Nico Schlotterbeck per Direktabnahme in der 118. Minute. Die Partie wurde gemäß der aktuellen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg vor 450 Zuschauern ausgetragen - darunter auch der frühere Karlsruher und heutige U21-Nationaltrainer von Schlotterbeck, Stefan Kuntz.

Die Eisernen, die offensiv neben ihrem nach wie vor am Knöchel lädierten Königstransfer Max Kruse auch auf den angeschlagenen Torjäger Sebastian Andersson verzichten mussten, begannen mit fünf Neuzugängen und durchaus druckvoll. Schon nach vier Minuten hätte Verteidiger Marvin Friedrich sie fast in Führung gebracht, er traf nach einer Ecke aber nur den Pfosten. Wenig später vergab Niko Gießelmann. In der Folge präsentierte sich der KSC stabiler und mutiger. Mehr als einen weiteren Flachschuss von Gießelmann (37.) und einen Konter über Marcus Ingvartsen (40.) ließ er nicht zu. In beiden Situationen war Karlsruhes neue Nummer eins, Marius Gersbeck, zur Stelle.

Auf der anderen Seite blieb ein Schlenzer von Marvin Wanitzek (25.) aber auch die einzige nennenswerte Chance der Gastgeber in der ersten Hälfte. Dafür kamen sie umso schwungvoller aus der Kabine. Robin Bormuth köpfte nach einer Ecke über das Tor (59.), Marco Djuricin prüfte den neuen Union-Keeper Andreas Luthe mit einem starken Schuss aus 20 Metern (74.). Der Bundesligist hingegen bot mit Ausnahme eines Hebers von Sheraldo Becker (72.) in der zweiten Hälfte so gut wie gar nichts. Die Verlängerung gestaltete sich wieder ausgeglichener. Als alles schon auf ein Elfmeterschießen hindeutete, traf Schlotterbeck nach einem Freistoß von Gießelmann von der linken Seite sehenswert.

FC Ingolstadt 04 - Fortuna Düsseldorf 0:1 (0:0)

Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf hat sich in die zweite Runde des DFB-Pokals gekämpft. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler setzte sich beim Drittligisten FC Ingolstadt mit 1:0 (0:0) durch. Das entscheidende Tor gelang dem eingewechselten Thomas Pledl in der 80. Minute.

Eine Woche vor dem Zweitliga-Auftakt gegen Aufsteiger Würzburger Kickers hatten die Rheinländer allerdings viel Mühe mit den Schanzern - trotz zeitweise 80 Prozent Ballbesitz gegen tief stehende Hausherren vor leeren Rängen. Allerdings nutzte die Fortuna auch ihre wenigen guten Gelegenheiten zunächst nicht, Torjäger Rouwen Hennings etwa scheiterte zweimal aus aussichtsreicher Position (49., 54.). Zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde Pledl dann von Jakub Piotrowski schön in Szene gesetzt und brachte den Favoriten in die Runde der besten 32 Mannschaften.

SSV Ulm - Erzgebirge Aue 2:0 (1:0)

Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue ist dagegen an seiner Auftakthürde im DFB-Pokal gescheitert. Die Sachsen unterlagen in der ersten Runde dem Regionalligisten SSV Ulm mit 0:2 (0:1). Die Ulmer hatten bereits 2018 für das frühe Aus des damaligen Titelverteidigers Eintracht Frankfurt gesorgt. Tobias Rühle (37.) und Felix Higl (89.) erzielten vor 140 Zuschauern im heimischen Donaustadion die entscheidenden Treffer.

Der württembergische Landespokalsieger startete mit Tempo in die Partie und setzte Aue immer wieder unter Druck. Der Zweitligist wiederum agierte im gegnerischen Strafraum zu harmlos. Nach dem Führungstreffer durch Rühle gab sich Ulm zunächst weiter kämpferisch, ein vermeintliches Tor von Higl (72.) zählte wegen Abseits nicht. Ulm ließ nur wenige Chancen für die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster zu, die am Samstag zum Ligaauftakt beim Aufsteiger Würzburger Kickers zu Gast ist.

Quelle: ntv.de, dbe/sid/dpa