Fußball

Gebrauchter Tag für Ibisevic Ein Meier-Moment reicht der Eintracht nicht

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Alex Meier bringt die Hertha zwar in Führung, aber gegen tapfer kämpfende Berliner reicht's nur zum Remis.

(Foto: dpa)

Der Torjäger von Eintracht Frankfurt, Alexander Meier, bringt seine Mannschaft im Spiel gegen Hertha BSC früh auf Drei-Punkte-Kurs. Doch die Berliner geben nie auf, belohnen sich spät. Hätte ihr Top-Schütze nicht reihenweise versagt, wäre mehr möglich gewesen.

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Der Pechvogel der Berliner: Vedad Ibisevic.

(Foto: imago/Schüler)

Alexander Meier ging auch nach dem Abpfiff voran. Mit gesenktem Kopf und kopfschüttelnd führte der Torgarant seine Teamkollegen von Eintracht Frankfurt in die Fankurve - das 1:1 (1:0) gegen Hertha BSC durch ein spätes, ganz und gar unnötiges Gegentor fühlte sich an wie eine Niederlage. "Wir hätten hier auf den sechsten Platz springen können, aber leider haben wir es verpasst, ein zweites Tor zu machen", sagte Meier, der die Frankfurter mit seinem vierten Saisontor (22.) von einem weiteren Heimsieg hatte träumen lassen. Vladimir Darida (82.) verhinderte das, und die Hertha geht als Tabellensechster aus der englischen Woche.

"Das sieht nach Fußball aus"

"Am Ende müssen wir sogar froh sein, dass wir das Tor nicht früher bekommen haben - sonst verlieren wir das noch", sagte Meier. So aber ist der Saisonstart mit immerhin neun Punkten aus sieben Spielen "weder gut noch böse", wie sein Mitspieler Marco Russ sagte. Die Berliner konnten mit dem Punkt besser leben - bis auf Trainer Pal Dardai. "Ja, das sieht nach Fußball aus", sagte der Ungar, "aber natürlich müssen wir solch ein Spiel auch mal gewinnen. Das ist die nächste Stufe."

Vor 46.000 Zuschauern in der Frankfurter Arena bestimmte die Eintracht in den ersten Minuten das Geschehen. Meier (6.) und Stefan Aigner (8.) sorgten früh für Gefahr vor dem Tor des Norwegers Rune Jarstein, der erneut den verletzten Hertha-Stammtorhüter Thomas Kraft vertrat. Nach rund zehn Minuten waren die Berliner dann aber voll im Spiel. Zwischen der 13. und 15. Minute hatten die Gäste drei große Chancen: Darida scheiterte wie Vedad Ibisevic am Frankfurter Torwart Lukas Hradecky, Niklas Stark traf per Kopf die Latte. Im Gegensatz zu den Berlinern schlugen die Gastgeber kurz darauf nach einer Ecke eiskalt zu. Der lange verletzte Meier stand wieder einmal goldrichtig und erzielte im vierten Spiel nach seiner Rückkehr sein viertes Tor.

Eintracht fordert Elfmeter

Kurz darauf hätte Eintracht-Stürmer Vaclav Kadlec fast per Kopf nachgelegt (29.). Auf der Gegenseite vergab Ibisevic die Chance zum Ausgleich (33.). Wenige Minuten vor der Pause traf der Frankfurter Spielmacher Marc Stendera mit einem fulminanten Distanzschuss die Latte (42.). Die Frankfurter Führung zur Pause war nicht zuletzt deshalb verdient. Kurz nach dem Seitenwechsel forderten die Hessen nach einem angeblichen Foul an Aleksandar Ignjovski Strafstoß (50.). Die Pfeife von Schiedsrichter Benjamin Brand blieb aber zu Recht stumm. Im Anschluss drängten die Berliner auf den Ausgleich, gute Chancen konnten sich die Gäste allerdings zunächst nicht erarbeiten. Auch nach einer Stunde fehlte den Berlinern die nötige Kreativität und die Konsequenz in der Offensive. Die Partie war in dieser Phase ein Langweiler - bis Darida traf.

Quelle: n-tv.de, Alexander Sarter & Nicolas Reimer, sid

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