Fußball

Was wird aus Liverpool-Legende?Erzrivale Sadio Mané überschüttet Mo Salah mit Mitleid

15.01.2026, 13:38 Uhr
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Mo Salah (2.v.l.) steht vor einer ungewissen Zukunft. Da kann man schon mal lauter werden. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Der Titeltraum von Mohamed Salah beim Afrika-Cup ist mal wieder jäh geplatzt. Was wird nun aus dem Topstar des FC Liverpool? Der Meister der Premier League kommt dieser Tage ganz gut ohne ihn aus.

Echte Kumpels waren Sadio Mané und Mohamed Salah nie, auch nicht in seligsten Zeiten beim FC Liverpool unter Jürgen Klopp. Mané warf Salah sogar vor, ihn bei Chancen absichtlich zu übersehen. Sie waren Erzrivalen in den Farben der Reds, zusammengehalten von Roberto Firmino. Doch am Mittwochabend zeigte Mané Größe - und Mitgefühl mit seinem einstigen Kollegen.

"Es ist nicht leicht für ihn", sagte der ehemalige Bayern-Flop nach dem 1:0 (0:0) im Halbfinale des Afrika-Cups mit Senegal über Ägypten, das Salahs Titeltraum auch beim fünften Anlauf jäh zerstört hatte. Zweimal stand der "Ägyptische König" mit den Pharaonen im Finale, auch diesmal schien er auf einem guten Weg dahin - bis Torschütze Mané (78.) ihn höchstpersönlich stoppte.

Erdbeben-Interview wirkt weiter nach

"Er ist einer der besten Spieler der Welt", würdigte Mané seinen Rivalen in Tanger. Salah, der bei jedem seiner vier Turniereinsätze zuvor getroffen hatte, habe "alles getan, um seine Mannschaft zu tragen - bis jetzt. Leider musste einer von uns verlieren. Ich wünsche ihm alles Gute!"

Nur: Wofür? Zunächst für das Spiel um Platz drei am Samstag (17 Uhr/Sportdigital) gegen Nigeria. Und danach? Saudi-Arabien lockt den 33-Jährigen, der in Liverpool nach seinem Erdbeben-Interview am Nikolaustag einen schweren Stand hat. Teammanager Arne Slot, von Salah massiv attackiert, dürfte den streitbaren Stürmer nicht gerade mit offenen Armen empfangen, obwohl er Mitte Dezember betont hatte: "Für mich gibt es nichts zu klären." Er werde ihn "gerne" wieder einsetzen, "wenn wir ihn brauchen".

Ist das noch der Fall? Die zuvor unbeständigen Reds haben keines der sechs Spiele in Salahs Abwesenheit verloren, Stareinkauf Florian Wirtz blüht kaum zufällig auf. Auch ob Salah beim Afrika-Cup noch einmal um den Titel spielen kann, ist offen. Beim nächsten Turnier im Sommer 2027 wäre er 35. "Niemand, nicht einmal in Ägypten, will diesen Pokal sehnlichster gewinnen als ich", hatte er in Marokko gesagt. Dann kam Mané.

Quelle: ntv.de, sue/sid

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