Fußball

BVB-Ausrutscher eiskalt genutzt FC Bayern berauscht sich am Titelrennen

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Ekstase pur in Fröttmaning: Der FC Bayern hat nach dem Sieg gegen RB Leipzig den Abstand zu Tabellenführer BVB um drei Punkte verkürzt.

(Foto: REUTERS)

Zum Jahresende wird der Meisterschaftskampf in der Fußball-Bundesliga wieder spannend - weil der FC Bayern gegen RB Leipzig seine Hausaufgaben macht. Die Euphorie bei den Münchnern ist enorm. Doch zum Abschluss der Hinrunde wartet "eine harte Nuss".

Der FC Bayern wittert nach dem 1:0 (0:0) im Verfolgerduell gegen RB Leipzig wieder Titelluft in der Fußball-Bundesliga. "Das ist das, was wir haben wollten. Wir haben eine Vorlage bekommen, dann ging's darum, dass wir diese Vorlage auch realisieren. Es war kein spektakuläres Spiel, aber die Mannschaft hat Willensstärke an den Tag gelegt", sagte Trainer Niko Kovac mit Blick auf den Ausrutscher von Tabellenführer Borussia Dortmund.

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Im letzten Heimspiel des Jahres war dem eingewechselten Franck Ribéry in der 83. Minute das Tor für die Münchener gelungen, die sich dem BVB bis auf sechs Zähler näherten. "Wir wussten, was auf dem Spiel steht", sagte Thomas Müller am Mittwochabend beim Bezahlsender Sky: "Wir hätten gerne etwas flüssiger gespielt, aber wir hatten die klar besseren Chancen. Daher war es ein verdienter Sieg, auch wenn wir kämpfen mussten."

Die zuletzt arg wankelmütigen Leipziger erwischten defensiv einen soliden Abend, waren in der Offensive aber zu harmlos und liegen nun fünf Punkte hinter den Bayern. Stefan Ilsanker (90.+1) sah die Rote Karte nach einem groben Foul an Thiago. Bayerns Renato Sanches (90.+2) flog wenig später mit Gelb-Rot vom Platz.

"Mit uns ist wieder zu rechnen"

Trotz spielerischer Unzulänglichkeiten überwog beim FC Bayern die Zufriedenheit über den zehnten Heimsieg der Saison. "Natürlich fühlen wir uns gut, das war ein Zeichen, dass mit uns wieder zu rechnen ist", sagte Müller. "Das sind Spiele, die Big Points bringen", ergänzte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Und Joshua Kimmich betonte: "Sechs Punkte ist schon anders als neun Punkte. Wir mussten noch ein Stückchen mehr gewinnen, weil wir deutscher Meister werden wollen."

Die Bayern-Profis blickten auch bereits auf den Hinrunden-Schlussakkord am Samstag bei Eintracht Frankfurt voraus. Das werde "nochmal eine ganz harte Nuss. Wir müssen das Spiel noch ziehen, dann ist in der Rückrunde einiges möglich", sagte Kimmich. Kovac forderte, "dass wir unsere Kräfte bündeln, denn wir müssen zusehen, dass wir am Samstag wieder unseren Mann stehen." Tags zuvor werden er und seine Spieler sicherlich wieder vor dem Fernseher sitzen, denn dann steigt das Topspiel der Liga. Sollte Klassenprimus BVB dabei auch gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach verlieren, würde die Situation an der Spitze noch spannender werden.

Quelle: n-tv.de, cri/sid

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