Fußball

"Auf einem Niveau wie Franz" FC Bayern hat endlich wieder einen "Kaiser"

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David Alaba ist für Karl-Heinz Rummenigge der legitime Nachfolger von Franz Beckenbauer.

(Foto: SVEN SIMON/Frank Hoermann/POOL_Sportphoto_Perenyi )

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schwärmt in den höchsten Tönen von David Alaba - und adelt seinen Verteidiger mit dem größtmöglichen Vergleich im deutschen Fußball. Das Problem: Allzu viele Parallelen würden Rummenigge dann doch ärgern.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat David Alaba in höchsten Tönen gelobt und hofft weiter auf den Verbleib des 28-Jährigen beim FC Bayern. "Wir hatten jetzt, muss man sagen, einige Zeit keinen Häuptling mehr in der Abwehr gehabt", sagte Rummenigge im Sky-Interview. "Also einer, der dort wirklich das Zepter in die Hand nimmt und dort den Ton angibt und einfach dort auch als Chef der Defensive agiert."

Aufgrund von dessen Spielweise verglich Rummenigge den Österreicher mit Bayern-Ikone Franz Beckenbauer: "Er ist der erste Spieler, der wieder auf diesem Niveau wie der Franz damals gespielt hat." Beckenbauer wurde in den 70er-Jahren beim FC Bayern zum "Kaiser", holte mit den Münchenern dreimal den Europapokal der Landesmeister und wurde 1974 Weltmeister. 1999 wurde er zum deutschen "Fußballer des Jahrhunderts" gekürt.

Alaba war in der vergangenen Bundesliga-Saison aufgrund von Verletzungssorgen in der Bayern-Defensive in die Innenverteidigung gerückt. "Das hat er mit Bravour gemacht", sagte Rummenigge. "Auch von der Persönlichkeit gibt es eine tolle Entwicklung, und auch die Chance gerade in Zeiten von 'Black Lives Matter' dann auch durch seine Hautfarbe auch noch einmal eine besondere Rolle einzunehmen. Ich glaube, David weiß, was er am FC Bayern hat, und wir wissen, was wir an David haben."

Rummenigge ist "trotzdem optimistisch"

Der Vertrag des Österreichers läuft 2021 aus, die Verhandlungen über eine Verlängerung stockten zuletzt. Der Österreicher, der von Star-Agent Pini Zahavi sowie Vater George vertreten wird, hat an der Säbener Straße nur noch ein Jahr lang einen Vertrag. Zwar will der FC Bayern liebend gerne mit dem 28-Jährigen verlängern, aber nicht um jeden Preis.

Als es in einem Münchner Restaurant zuletzt zum Treffen mit Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic kam, habe Zahavi klargestellt, dass sein Mandant nur bleiben würde, wenn sein Gehalt auf über 20 Millionen Euro erhöht werden würde - das ist das absolute Boss-Level. Fürstlich, selbst für Kaiser. Die Bayern-Bosse reagierten entsetzt und fragten laut "Sport Bild", wie derartige Forderungen in der Corona-Krise überhaupt gestellt werden könnten.

"Ich bin trotzdem optimistisch, dass wir am Ende des Tages eine Lösung finden werden, dass David hier seine Karriere beendet", sagte Rummenigge nun. Franz Beckenbauer beendete seine Karriere übrigens nicht beim FC Bayern: Der "Kaiser" verließ den Rekordmeister 1977 in Richtung New York Cosmos, ab 1980 bestritt er sogar noch diverse Einsätze für den Hamburger SV.

Quelle: ntv.de, ter/dpa