Fußball

Franzose als Übergangslösung? FC Bayern verhandelt wohl schon mit Wenger

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Arsenal-Legende Arsene Wenger könnte schon bald beim FC Bayern an der Seitenlinie stehen.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Geht bald alles ganz schnell beim FC Bayern München? Der ehemalige Arsenal-Coach Arsene Wenger steht parat und befindet sich wohl schon in Gesprächen mit dem Rekordmeister. Der Franzose sei bereit, als Übergangstrainer zu arbeiten und habe auch schon eine Idee für seinen Assistenten.

Fußball-Rekordmeister Bayern München verhandelt angeblich schon mit Arsene Wenger über eine Besetzung des freien Trainerpostens. Der 70 Jahre alte Franzose arbeitet zur Zeit in Katar beim TV-Sender beIN Sports als Experte für die Champions League, soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung aber bereits ein konkretes Gespräch mit den Münchnern geführt haben. Das Portal "The Athletic" berichtete indes unter Berufung auf eine Vereinsquelle, Wenger gehöre derzeit bei den Bayern nicht zum Kreis der Trainerkandidaten. Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat die Verhandlungen explizit nicht bestätigt. "Das werde ich natürlich nicht kommentieren", sagte er nach dem Einzug der Bayern ins Achtelfinale der Champions League.

Wenger, der von 1996 bis 2018 den FC Arsenal trainiert hatte, bestätigte am Dienstag, dass ihn ein Angebot des FC Bayern reizen würde: "Trainieren ist mein Leben. Natürlich habe ich Interesse." Wenger soll bereit sein, als Übergangstrainer bis zum kommenden Sommer einzuspringen - und damit eine ähnliche Rolle einzunehmen wie Jupp Heynckes 2017 nach der Entlassung von Carlo Ancelotti 2017. Dann wollen die Bayern offenbar einen jüngeren Trainer wie Thomas Tuchel (Paris St. Germain) oder Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) holen. Beide sagten bislang nur, dass sie in dieser Saison nicht zur Verfügung stünden. Nach dem Bundesliga-Gipfel zwischen den Bayern und Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei n-tv.de) ist angeblich ein persönliches Treffen mit Wenger geplant, der wohl auch Interimstrainer Hansi Flick als Co-Trainer engagieren und kein eigenes Assistenz-Team mitbringen würde.

Rangnick sagte ab

Bei der Suche nach einem neuen Trainer hatten die Münchner zuvor eine weitere Absage erhalten. "Ralf Rangnick steht nicht zur Verfügung", sagte Rangnicks Manager Marc Kosicke der "Bild": "Wir glauben nicht, dass das, was Ralf Rangnick mitbringt, derzeit bei Bayern gesucht wird. Und darum macht es keinen Sinn, konkrete Gespräche zu führen." Rangnick ist seit seinem Abschied bei RB Leipzig im Sommer als "Head of Sport and Development Soccer" im Red-Bull-Kosmos tätig. Angeblich ist auch Manchester United an seinen Diensten interessiert.

Der Verein wolle sich bei der Trainersuche aber "nicht unter Druck setzen lassen". Das hatte Salihamidzic vor dem Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus gesagt. "Wir versuchen, eine gute Entscheidung zu treffen. Wir werden uns die Zeit nehmen", ergänzte der Bosnier.

Quelle: n-tv.de, dbe/sid

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