Fußball

Unbekannter "überzeugte" Berater FCB lockte Coman mit falschem Bayern-Boss

Technischer Direktor Michael Reschke wollte den 21-jährigen Kingsley Coman unbedingt von Juventus Turin zum FC Bayern locken. Die Verhandlungen mit Comans Beratern stellen sich als sehr zäh heraus, also greift Reschke zu einem kuriosen Trick - und hat Erfolg.

Als Kingsley Coman im August 2015 zum FC Bayern wechselte, konnte er seinen Vereinspräsidenten nicht kennenlernen. Uli Hoeneß büßte damals seine dreijährige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung ab. Dennoch sollen sich Comans Eltern und Berater mit einem Mann getroffen haben, den sie damals für den Bayern-Präsidenten hielten, der aber eigentlich ein unbekannter Mitarbeiter aus der Medienabteilung war. Diese kuriose Geschichte berichtet nun die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

In der Zeit, in der Hoeneß absent war, trug Technische Direktor Michael Reschke die Verantwortung für die Kaderplanung und wollte den damals 21-jährigen Coman unbedingt nach München lotsen. Die bisherigen Angebote hatten die Coman-Seite nicht überzeugt, also musste Reschke kreativ werden, um seinen Wunschspieler zu verpflichten. Also soll sie an einem Augusttag kurz vor Transferfensterende an die Säbener Straße eingeladen haben.

Ein Trick mit Erfolg

Für das Gespräch brauchte Reschke wohl aber einen Bayern-Präsidenten. So soll er einen Mitarbeiter der Medienabteilung auf dem Flur gefragt haben, ob der Französisch oder Italienisch spreche. Nachdem der das verneinte, soll sich der "falsche" Bayern-Präsident wenig später in einem Besprechungsraum mit Katia und Christian Coman sowie bis zu sechs Beratern wiedergefunden haben.

Die Aufgabe des Medienmitarbeiters soll es gewesen sein, alle Bitten der Coman-Seite abzuschmettern. Die FAZ schreibt, dass der Ersatz-Hoeneß, ohne zu verstehen, worum es eigentlich geht, immer wieder auf den Tisch geschlagen und "No" oder "Nein" gerufen haben. Anschließend soll er wie abgesprochen, so die FAZ, aufgestanden sein und den Raum verlassen haben.

Reschkes skurriler Trick zahlte sich aus: Kurz darauf wechselte der junge Coman - erst leihweise, dann fest - zum FC Bayern und konnte dann drei Jahre später den Ex-Vereinspräsidenten Hoeneß endlich kennenlernen. 2020 gibt es dann auch noch den sportlichen Höhepunkt: Coman schießt die Münchner gegen seinen Heimatklub Paris St. Germain zum Champions-League-Titel.

Quelle: ntv.de, ses

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