Fußball

Unverständnis für Haaland-Foto Fan-Verband wütet gegen Rose und Co.

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Hat beim Gladbacher Anhang einen schweren Stand: Marco Rose.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool)

Der Unmut bei den Fans von Borussia Mönchengladbach nimmt nach dem Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund weiter zu. Die organisierten Anhänger fordern in einem langen Statement erneut die Trennung von Trainer Rose und kritisieren dessen Co-Trainer Maric scharf.

Die Fan-Wut bei Borussia Mönchengladbach auf Trainer Marco Rose und seinen Stab nach dem Pokal-Aus gegen den ungeliebten Konkurrenten Borussia Dortmund wächst. Unter anderem der innige Plausch von Roses Assistent René Maric mit BVB-Stürmer Erling Haaland nach dem 0:1 im Pokal-Viertelfinale sorgt weiter für heftige Irritationen bei den Gladbach-Fans. "Das Foto war nicht naiv, emotional und unbedacht - es war eines der aussagekräftigsten Statements des gestrigen Abends", schrieb der Dachverband der Gladbach-Anhänger in einem langen Statement.

Maric, der im Sommer mit Rose zum BVB wechselt, hatte sich nach dem Pokalspiel am Dienstagabend mit Haaland in den Armen gelegen und lange angeregt unterhalten. Beide kennen sich aus gemeinsamen Tagen bei RB Salzburg und arbeiten in der kommenden Saison wieder zusammen. Etliche Gladbach-Fans, die ohnehin die sofortige Trennung von Rose fordern, hatten sich darüber im Netz echauffiert.

Daraufhin hatte sich Maric entschuldigt: "Ich war und bin so angefressen und traurig, dass ich nicht an irgendwelche Kameras denken konnte. Dumm", schrieb er bei Twitter. Die Szene sei "naiv, emotional & unbedacht" gewesen. "Aber das ist doch nicht wahr! Es war absolut authentisch!", schimpfte der von der Borussia als Fan-Dachverband anerkannte "Supporters Club". Wobei die Szene auf viele auch schlicht wie ein unaufgeregtes Wiedersehen zweier alter Bekannter wirkte.

"Ein offensichtlich gescheitertes Projekt"

Dennoch forderten die organisierten Fans erneut die Trennung von Rose und seinen Assistenten. "Seit der Unruhe um den bevorstehenden Wechsel von unserem Trainer zu einem direkten und wahrhaft unbeliebten Konkurrenten ist die Mannschaft erfolglos. Die Verantwortung liegt beim Trainer und bei niemand anderem", hieß es. "Uns ist die Sinnhaftigkeit der Fortsetzung eines offensichtlich gescheiterten Projektes auch nicht wirklich bewusst. Wir bevorzugen in diesem Kontext lieber ein konsequentes Ende als ein weiteres Dahindümpeln Richtung untere Tabellenhälfte."

Roses Entscheidung, nach zwei Jahren in Gladbach eine Ausstiegsklausel zu ziehen, um zum direkten Konkurrenten Dortmund zu wechseln, bezeichnete der Dachverband als eine "rücksichtslose Karriereplanung eines überehrgeizigen Trainers", die "unserem Verein für den Rest der Saison schadet". Ob diese Meinung von der Mehrheit der Fans mitgetragen wird, ist unklar.

Sportchef Max Eberl hatte die Haltung vieler Fans bereits vor zwei Wochen kritisiert und eine vorzeitige Trennung von Rose abgelehnt. Der 44-Jährige werde auch bei einer weiteren Niederlage am Samstag gegen Bayer Leverkusen - dies wäre bereits die fünfte Pflichtspielpleite in Serie - Trainer bleiben. Der Vorjahresvierte der Bundesliga kann die erneute Champions-League-Qualifikation kaum mehr schaffen. In der europäischen Königsklasse droht nach dem 0:2 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester City das Aus.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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