Fußball

Vom FC Bayern zum DFB? Flick spricht über mögliche Löw-Nachfolge

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Von 2006 bis 2014 assistierte Flick dem Bundestrainer Löw.

(Foto: imago/Ulmer/Teamfoto)

Nach der höchsten Pflichtspiel-Niederlage in der Geschichte des DFB steigt der Druck auf Bundestrainer Joachim Löw. Als möglicher Nachfolger wird Hansi Flick gehandelt, der mit Löw Weltmeister wurde und jüngst den FC Bayern zum Triple führte. Seine Antwort ist eindeutig.

Hansi Flick vom FC Bayern München will sich nicht mit der Frage befassen, ob ihn der Bundestrainer-Posten eines Tages einmal reizen könne. "Sie wissen ja, dass ich im hier und heute lebe. Deswegen sind diese Dinge viel zu weit weg für mich, um mir da überhaupt Gedanken zu machen", sagte Flick einen Tag vor dem Bundesliga-Spiel seines Klubs gegen den SV Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) in München.

Als langjähriger Assistent von Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich Flick drei Tage nach dem 0:6 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Spanien "enttäuscht über die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben". Allerdings äußerte er auch Verständnis. "Diese Dinge sind im Fußball auch mal möglich, dass man so eine Klatsche bekommt. Deswegen muss man versuchen, die richtige Schlüsse zu ziehen", sagte Flick.

Angesprochen auf die zahlreichen Forderungen nach einer Rückkehr der Münchner Thomas Müller und Jérôme Boateng, lobte Flick die beiden Stars, ohne sich aber zu den Forderungen direkt zu äußern. "Jogi Löw und das Trainerteam haben eine Entscheidung getroffen, man sollte es respektieren. Alles andere werden auch sie intern analysieren und sie werden schauen, was für die Zukunft die richtigen Schritte sind", sagte der 55-Jährige. "Ich bin froh, dass ich Thomas und Jérôme bei uns im Kader habe. Es sind beides Qualitätsspieler."

Die Auswahl von Löw hatte in dieser Woche ein Debakel gegen Spanien hinnehmen müssen. Das 0:6 in der Nations League war die höchste Pflichtspielniederlage einer A-Nationalmannschaft in der Geschichte des DFB. Die Kritik am Bundestrainer nahm danach weiter zu, auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff steht in der Kritik. Er habe "sehr loyal und sehr respektvoll" mit Bierhoff bei seiner Zeit im Nationalteam zusammengearbeitet, sagte Flick. "Für uns war er ein sehr wertvoller Partner."

Quelle: ntv.de, tsi/dpa