Fußball

Chancenloses Bayer schwer in Not Furioser Musiala führt den FC Bayern aus der Krise

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Überragend: Jamal Musiala.

(Foto: dpa)

Der FC Bayern setzt ein Statement und beendet seine Krise in der Fußball-Bundesliga beeindruckend. Überragender Mann ist Jamal Musiala, der ein Tor erzielt und zwei Treffer gegen Bayer Leverkusen vorbereitet. Bei den schwer in Not geratenen Gästen patzt Keeper Lukas Hradecky.

Gala-Abend gegen das Krisen-Gerede: Angeführt vom überragenden Jungstar Jamal Musiala hat der FC Bayern seine schwarze Serie in der Bundesliga nach vier Spielen ohne Sieg eindrucksvoll beendet. Das starke 4:0 (3:0) im Gipfel der Enttäuschten gegen ein ganz schwaches Bayer Leverkusen war auch für Trainer Julian Nagelsmann der ersehnte Befreiungsschlag. Sein Kollege Gerardo Seoane dagegen gerät immer mehr unter Druck.

"Wir müssen weitere Spiele genau so spielen. Wir müssen dieses Level halten und in den nächsten Spielen so weiter machen", sagte Musiala bei DAZN. "Der Druck war auf uns alle groß, alle haben sich auf uns fokussiert. Wir alle wollen gewinnen und die Nummer eins sein. Der Druck ist immer da bei Bayern, damit müssen wir umgehen." Leverkusens Kerem Demirbay äußerte: "Die Bayern haben das Spiel aufgezogen in den ersten Minuten, das war brutal. Das ist sehr, sehr schwierig für uns in dieser Situation." Dann schob er sarkastisch hinterher: "In so einer Krise wie die Bayern würde ich auch gerne stecken mit meiner Mannschaft."

Die Nationalspieler Leroy Sane (3.) und Musiala (17.) sowie Sturm-Sorgenkind Sadio Manè (39.) mit seinem ersten Ligatreffer seit dem dritten Spieltag machten schon vor der Pause alles klar für diesmal äußerst effiziente Bayern. Der überaus agile und ideenreiche Musiala bereitete zweimal vor. Thomas Müller legte nach einem Ausrutscher von Bayer-Torhüter Lukas Hradecky nach (84.). Ohne ihre Dominanz zu verlieren, schalteten die Münchner nach dem Seitenwechsel ein bis zwei Gänge zurück - es warten sechs englische Wochen vor der WM mit den nächsten Gegnern Pilsen und Dortmund. Leverkusen blieb fast alles schuldig, spielte phasenweise körperlos und lud den deutschen Rekordmeister zu Toren ein.

"Auf den Platz gehen und abliefern!"

Für Nagelsmann stand wie für Seoane (nur ein Ligasieg) viel auf dem Spiel. "Ich spüre den Druck", sagte der Münchner Coach bei DAZN, "aber das macht mich nicht kaputt, der Druck zerstört nicht mein Leben." Vorstandschef Oliver Kahn aber erhöhte ihn vor dem Anpfiff noch einmal. Seine klare Ansage: "Auf den Platz gehen und abliefern!" Es gebe "nur ein einziges Ziel: das ist ein Sieg!" Das Rezept? "Mit einer guten Kontrolle öfter ins letzte Drittel kommen", sagte Nagelsmann. Das glückte vor 75.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena schon nach 150 Sekunden, als Sane nach Zuspiel von Musiala kühl vollstreckte. Dem haltbaren Treffer zum 2:0 ging ein Doppelpass zwischen Musiala und Müller voraus.

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Nagelsmann hatte angekündigt, nicht "alles umkrempeln" zu wollen. Er hielt an System und Stil fest, in der Startelf standen in Benjamin Pavard und Marcel Sabitzer nur zwei Neue. Mane blieb drin. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Sadio Vollstrecker-Qualität zeigen wird", sagte Kahn. Bis zu seinem erlösenden Tor, das Nagelsmann per Doppel-Faust bejubelte, agierte der Senegalese jedoch oft unglücklich. Danach sank er auf die Knie und küsste den Rasen.Dies wiederholte Mané kurz nach der Pause. Doch weil vor seinem Treffer zum vermeintlichen 4:0 (56.) Matthijs de Ligt per Kopf den Leverkusener Odilon Kossounou am Hinterkopf getroffen hatte, wurde das Tor nach Videobeweis zurückgenommen - hart.

Der eingewechselte Amine Adli (64.) hatte bei einem Konter nach einer Bayern-Ecke die seltene Gelegenheit, das Ergebnis aus Gäste-Sicht etwas erträglicher zu gestalten. Doch Manuel Neuer parierte stark. Der zufriedene Nagelsmann konnte es sich jetzt leisten, Kräfte zu schonen. "Die Art und Weise war gut. Man merkt in jedem Spiel, dass die Spieler voll dabei sind. Das war heute schon sehr zufriedenstellend. Wir haben auch sehr stabil verteidigt." Mit Leon Goretzka und Serge Gnabry bekamen nach einer guten Stunde auch die beiden Profis Spielpraxis, die aktuell am nächsten an der Stammelf sind. Als Musiala ausgewechselt wurde, erhoben sich die Fans von ihren Sitzen (81.).

Quelle: ntv.de

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