Fußball

Sörloth schiebt, VAR sagt nichts Gräfe lässt Gladbachs Niederlage zu

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Augen auf den Ball.

(Foto: REUTERS)

Alles deutet auf Unentschieden hin, dann verschafft sich Alexander Sörloth etwas Platz im Strafraum. Und trifft zum Sieg, weil Borussia Mönchengladbachs Protest verpufft. Leipzig dagegen bleibt nach frühem Rückstand der erste Verfolger des FC Bayern.

Mit dem Schlusspfiff schrien Julian Nagelsmann und seine Leipziger ihre Freude heraus: Das Titelrennen mit Rekordmeister Bayern München geht weiter. Die Gladbacher um Marco Rose diskutierten dagegen noch lange mit Schiedsrichter Manuel Gräfe. Das RB-Siegtor von Alexander Sörloth in der Nachspielzeit schürte auf beiden Seiten die Emotionen. "Ich finde schon, dass er sich damit einen Vorteil verschafft", meinte Torhüter Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach nach dem 2:3 (2:0) in Leipzig über den Zweikampf vor der späten Entscheidung bei Sky. Gräfe hatte kein Foul von Sörloth gesehen und gab den Treffer (90.+3).

RB Leipzig - Borussia Mönchengladbach 3:2 (0:2)

Leipzig: Gulacsi - Mukiele, Upamecano, Orban, Halstenberg - Adams, Sabitzer (46. Sörloth) - Kluivert (76. Forsberg), Dani Olmo, Nkunku (90.+6 Klostermann) - Poulsen. - Trainer: Nagelsmann
Mönchengladbach: Sommer - Beyer, Ginter, Elvedi (62. Bensebaini) - Lazaro, Zakaria (80. Stindl), Wendt (80. Plea) - Hofmann (61. Neuhaus), Wolf - Embolo, Thuram (62. Kramer). - Trainer: Rose
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore: 0:1 Hofmann (6., Foulelfmeter), 0:2 Thuram (19.), 1:2 Nkunku (57.), 2:2 Poulsen (66.), 3:2 Sörloth (90.+3)
Zuschauer: keine
Gelbe Karten: Sabitzer (5), Upamecano (4) - Elvedi, Bensebaini (5)

So drehte Nagelmanns Team noch einen Zwei-Tore-Rückstand und lauert nach dem fünften Sieg in Folge weiterhin nur zwei Punkte hinter Tabellenführer München. "Wir haben ein Topspiel abgeliefert und verdient gewonnen", sagte Torschütze Yussuf Poulsen: "Mit so einer Leistung ist das Selbstvertrauen groß, das gibt uns eine breite Brust."

Jonas Hofmann mit einem verwandelten Foulelfmeter (6.) und Marcus Thuram mit einem Schultertor (19.) hatten Gladbach mit 2:0 in Führung gebracht. Christoper Nkunku (57.) und Poulsen (66.) sorgten für den Leipziger Ausgleich."Wir waren die schlechtere Mannschaft, im Dauerstress, hatten keine Entlastung mehr", gab Sommer zu, "so verliert man dann das Spiel." Die Fohlen warten seit fünf Wochen auf einen Ligasieg, der Druck auf Trainer Rose dürfte nach dem Wirbel um seinen bevorstehenden Wechsel zu Borussia Dortmund weiter zunehmen. Am Dienstag treffen die Fohlen im Viertelfinale des DFB-Pokals ausgerechnet auf den BVB.

Gladbach lauert, aber vergeblich

Rose setzte bei der Rückkehr in seine Heimatstadt auf Rotation: Im Vergleich zur 0:2-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Manchester City veränderte er die Gladbacher Startelf auf gleich sechs Positionen. Wieder mit dabei war jedoch Hofmann, der gegen City einen Schlag aufs Knie bekommen hatte. So konnte der Mittelfeldspieler vom Elfmeterpunkt das 1:0 für die Gäste erzielen, obwohl er bei seinem schwachen Rechtsschuss viel Glück hatte. Zuvor hatte Dayot Upamecano etwas plump gegen Breel Embolo im Strafraum gefoult.

Auf den frühen Rückstand antworteten die Leipziger sofort mit wütenden Angriffen. Nach einem Schuss von Marcel Halstenberg rettete Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter auf der Linie (8.), beim Nachschuss von Dani Olmo war Sommer auf dem Posten. Die vergebenen Chancen rächten sich, mit dem zweiten gefährlichen Angriff trafen die Gladbacher zum zweiten Mal: Thuram lenkte eine Kopfballvorlage von Embolo ins Tor.

Erneut schüttelten sich die Leipziger nur kurz und übten sofort wieder Druck auf den Gegner aus. Es fehlte aber die Präzision in den Angriffen und Abschlüssen. Marcel Sabitzer zum Beispiel jagte den Ball nach feinem Rückpass von Olmo aus zwölf Metern auf die Tribüne (33.). Die Gladbacher lauerten vorwiegend auf Fehler von RB, um dann schnell zu kontern.

RB-Coach Nagelsmann reagierte auf den Pausen-Rückstand und brachte in Sörloth für dem gelbvorbelasteten Sabitzer einen zweiten Stoßstürmer. Der Norweger erzielte auch prompt den vermeintlichen Anschlusstreffer, doch das Tor zählte wegen Handspiels zu Recht nicht (51.). Sechs Minuten später durften die Leipziger aber jubeln, als Nkunku den Ball nach einer Hereingabe von Sörloth über die Linie drückte. Danach rollte eine Angriffswelle nach der nächsten auf das Gladbacher Tor, der Ausgleich war folgerichtig.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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