Fußball

Nach Rauswurf bei Stuttgart Großkreutz wechselt nach Darmstadt

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Seine Eskapaden kosteten Kevin Großkreutz seinen Job in Stuttgart.

(Foto: dpa)

Mit Profi-Fußball wolle er erst mal nichts mehr zu tun haben – gut einen Monat ist diese Aussage von Kevin Großkreutz her. Damals hatte ihn der VfB Stuttgart wegen der Rotlicht-Affäre rausgeworfen. Nun bekommt er eine neue Chance.

Kevin Großkreutz hat nach seiner Suspendierung beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart einen neuen Verein gefunden. Der Weltmeister heuert zur kommenden Saison bei Darmstadt 98 an. Das bestätigte der Erstliga-Abstiegskandidat.

Großkreutz unterschrieb beim derzeitigen Tabellenletzten der Bundesliga einen Vertrag bis Juni 2019. "Ich freue mich riesig auf Darmstadt 98. Trainer Torsten Frings hat sich sehr um mich bemüht und zusammen mit den Verantwortlichen davon überzeugt, dass es der richtige Schritt für mich ist", sagte der 28-Jährige und meinte: "Wie bei all meinen vorherigen Klubs werde ich alles dafür tun, dass wir gemeinsam Erfolg haben werden."

Darmstadts Coach Frings hatte sich für die Verpflichtung des früheren Dortmunder Bundesligaprofis eingesetzt. "Kevin verfügt über eine unfassbare Erfahrung, ist Weltmeister, hat auf absolutem Top-Niveau gespielt - und ich habe in den Gesprächen gespürt, wie heiß er auf diese neue Herausforderung ist. Er wird sportlich und auch als Typ ein ganz wichtiger Baustein für unser Team in der kommenden Saison sein", betonte Frings.

Ende Februar war Großkreutz im Stuttgarter Rotlichtmilieu in eine Prügelei verwickelt worden. Er hatte sich anschließend mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandeln lassen müssen. Bei der nächtlichen Partytour waren auch VfB-Nachwuchsspieler dabei. Der Verein hatte sich daraufhin von Großkreutz getrennt.

Bei seinem Abschied hatte der Fußballer geweint. "Ich habe einen Fehler gemacht, der mir sehr leid tut", beteuerte der 28-Jährige bei der Pressekonferenz vor gut einem Monat. Außerdem sagte er, dass er eine Auszeit nehmen werde: "Ich werde jetzt erst mal ruhiger machen und möchte mit dem Profi-Fußball erst mal nichts mehr zu tun haben."

Großkreuz war bereits zuvor mehrfach negativ aufgefallen. Schlagzeilen machte er mit einem angeblichen Dönerwurf im Jahr 2014 in der Kölner Innenstadt oder mit der Pinkelaffäre wenig später, als er im Anschluss an das gegen Bayern München verlorene DFB-Pokalfinale in der Lobby eines Berliner Hotels volltrunken uriniert haben soll.

Quelle: n-tv.de, hul/ara/sid/dpa

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