Fußball

Man City will Alaba holen Guardiola baggert an Bayerns "Herzstück"

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Guardiola und Alaba kennen sich aus alten Bayern-Zeiten.

(Foto: imago/Eibner)

Manchester City kann sich nach dem Cas-Freispruch großzügig auf dem Transfermarkt bedienen. Die Stars werden kommen, der Klub darf schließlich Champions League spielen. Trainer Josep Guardiola hat einen alten Bekannten vom FC Bayern auf dem Zettel, den Hansi Flick aber nicht verlieren möchte.

Alaba oder nix? Nach dem Freispruch des Internationalen Sportgerichtshof Cas ist bei Manchester City vor der großen Transferoffensive - und Bayern-Star David Alaba soll dabei für Josep Guardiola das "prime target" sein, also das erste Ziel. Laut dem "Guardian" stehen dem früheren Münchner Coach umgerechnet stolze 165 Millionen Euro für neue Topspieler zur Verfügung. Sein früherer Schützling Alaba soll ganz oben auf der Wunschliste stehen, so wie zu Beginn seiner Münchner Zeit Regisseur Thiago ("Thiago oder nix!").

Bayern-Trainer Hansi Flick hatte zuletzt betont, er werde sich "mit allem, was ich habe" für einen Verbleib von Alaba (und Thiago) einsetzen, seinen Abwehrchef nannte er "Herzstück". Genau das ist es, was Guardiola sucht, seine Defensive erwies sich beim gescheiterten Versuch, den Meistertitel erneut erfolgreich zu verteidigen als Achillesferse. Er fahnde nach einem Innen- und Linksverteidiger, heißt es - Alaba kann beides auf Topniveau spielen.

Pikant: Schon beim Transfer von Leroy Sané von City an die Isar soll Alabas Management einen Tausch der beiden Stars ins Gespräch gebracht haben. Der Österreicher Alaba soll es aber eher zu einem der spanischen Spitzenklubs Real Madrid oder FC Barcelona ziehen - sofern die Bayern ihm sein Gehalt nicht deutlich erhöhen und er dort doch über 2021 hinaus bleibt.

Stars dank Cas-Freispruch?

Guardiolas Shoppingliste aber ist noch länger - kein Wunder: Die Aufhebung der zweijährigen Europacup-Sperre könnte für City bis zu 330 Millionen Euro wert sein, heißt es auf der Insel. Allein die 20 Millionen Euro, um die das Cas die Geldstrafe reduzierte, entsprechen dem Jahresgehalt eines Topkickers. Die "Sun" sieht schon "einen ganzen Haufen Stars" im Anflug und nennt Leverkusens Kai Havertz, der den scheidenden David "Merlin" Silva als Joseps neuer Zauberlehrling beerben könnte.

Guardiola hatte die personelle Neuausrichtung schon vor geraumer Zeit vorweggenommen. "Wir brauchen einen Umbruch", sagte er, "nichts hält ewig. Das müssen wir akzeptieren und die richtigen Entscheidungen treffen, um auf dem Niveau zu bleiben, auf dem wir sind." Schließlich bleibt der Triumph in der Champions League der große, für den sechsmaligen Meister bislang unerfüllte Traum.

Als Architekt ist weiter Guardiola vorgesehen, City hat laut "Sun" nun "größere Hoffnung", dass er über 2021 hinaus verlängert. Die "Times" nennt eine Ausdehnung des Arbeitsverhältnisses um ein Jahr realistisch. Überhaupt schwebe der Klub nach dem Gnaden-Urteil "auf Wolke sieben" ("Sun").

Andererseits bedeute der Schiedsspruch "das Ende für das Financial Fair Play". Die Uefa jedenfalls muss über Reformen nachdenken. Christian Müller, früherer Finanz-Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga und FFP-Mitentwickler, nannte das Urteil das "Waterloo für die Sportregelwerke" und "eine Lachnummer". Ex-City-Profi Didi Hamann sieht das FFP "stark infrage" gestellt und prophezeit in der Münchener "AZ" "Verhältnisse wie im Wilden Westen".

Quelle: ntv.de, Marko Mader und Marco Krummel, sid

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