Fußball

FCB-Bosse "trauten Ohren nicht" Hat David Alaba gelogen?

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Wer sagt die Wahrheit? David Alaba laut "kicker" nicht.

(Foto: imago images/FC Bayern München)

Das Theater geht weiter. David Alaba, Profi vom FC Bayern, zeigt sich überrascht, als sein Klub im TV das Angebot an ihn zurückzieht. Alles nur Show? Angeblich soll Alaba vorab schon über das Vorgehen des FCB informiert worden sein. Auch seine Aussagen zu den Gehaltsforderungen sollen falsch sein.

Die Schlammschlacht um David Alaba und den FC Bayern München nimmt einfach kein Ende. Dabei hatte Trainer Hansi Flick sich sichtlich genervt ob der Unruhe zur Unzeit gezeigt: "Ich sage nichts mehr dazu. Mir ist es wichtig, dass wir Ruhe haben. Wir haben am Samstag ein schweres Spiel in Dortmund", betonte Flick nach dem Sieg in der Champions League gegen RB Salzburg. Nun berichtet allerdings das Fachmagazin "kicker", dass Alabas Statements zu dem Thema nicht der Wahrheit entsprechen sollen.

Laut eigener Aussage hatte der Österreicher erst aus den Medien erfahren, dass der FC Bayern das Angebot an ihn zurückziehen wird. Entsprechend enttäuscht äußerte sich der Abwehrspieler über das Vorgehen des Rekordmeisters. Laut "kicker" war der Münchner Profi sehr wohl darüber informiert, dass Bayern-Präsident Herbert Hainer die Entscheidung des Rekordmeisters im TV bekannt geben wird.

Alaba sei bereits am Sonntag nach dem Training, also einige Stunden vor Ausstrahlung des TV-Interviews, informiert worden, heißt es. Sportvorstand Hasan Salihamidzic sei auf seinen Profi zugegangen und habe ihn von der Entscheidung und der geplanten Veröffentlichung in Kenntnis gesetzt. Zuvor hatte die Alaba-Seite die Deadline für das finale Angebot verstreichen lassen. Demnach soll die Führungsetage sehr überrascht reagiert haben, als Alaba selbst später erklärte, er habe von der Rücknahme des Angebots erst "aus den Nachrichten" erfahren. Die Bayern-Bosse "trauten ihren Ohren nicht", schreibt das Fachmagazin.

Alaba wollte bis zu 20 Millionen Euro Gehalt

Gibt es noch eine winzige Chance, dass Alaba und der FC Bayern nach den Entwicklungen in den letzten Tagen noch einmal zusammenfinden? Glaubt man TV-Experte Dietmar Hamann, ist das nicht Fall. "Wenn der Präsident Herbert Hainer einen Tag vor dem Champions-League-Spiel und fünf Tage vor dem Clásico gegen Dortmund dieses Interview gibt, und sagt, dass die Tür zu ist und dass das Angebot nicht mehr steht, dann weiß man, wie verhärtet beide Fronten sind", sagte Hamann bei Sky und fügte an, dass der Abwehrspieler schlecht beraten sei. Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge sagte dazu in der "Sport Bild", Alaba müsse "nun für sich eine Entscheidung fällen". Salihamidzic hat sich aber schon skeptisch geäußert: "Ich weiß nicht mehr, wie wir noch zusammenfinden sollen." Und sollte Alaba im Sommer ablösefrei gehen, sei dies ein "absoluter Super-GAU", ergänzte er.

Der "kicker" berichtet weiter, dass auch das mögliche Tauschgeschäft mit Manchester City, das Alaba vehement beklagte ("Ein Schlag ins Gesicht"), nicht auf Initiative des FC Bayern hin diskutiert worden sei. Stattdessen soll der Vorschlag von den Engländern ausgegangen sein. Zwar soll Salihamidzic kurz mit Berater Zahavi drüber gesprochen haben, konkret wurde es aber nie. Verwundert sollen die Bosse auch auf die Aussagen des Abwehrspielers reagiert haben, er sei enttäuscht darüber, dass der Klub die öffentlich spekulierten Gehaltsforderungen nie dementiert habe. Denn: Die Zahlen waren offenbar sogar noch höher als spekuliert, hätten Alaba demnach noch schlechter aussehen lassen. Bis zu 20 Millionen Euro soll der Österreicher vom Rekordmeister gefordert haben. Diverse Medien hatten bisher lediglich von einer Summer in Höhe von 17 Millionen Euro berichtet.

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Bernd Schuster hat derweil dem spanischen Rekordmeister Real Madrid zu einer Verpflichtung von Alaba geraten. "Alaba ist ein Juwel, ich würde ihn mit geschlossenen Augen verpflichten", sagte der gebürtige Augsburger in seiner Eigenschaft als Experte des spanischen Radiosenders Onda Cero. Schuster hat nach wie vor gute Verbindungen zu Real, wo er als Spieler (1988 bis 1990) und als Trainer (2007 bis 2008) dreimal die Meisterschaft gewann.

Quelle: ntv.de, dbe