Fußball

Schwierige Aufstiegsmission Hecking wird Trainer des Hamburger SV

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Mit den Räumlichkeiten beim Hamburger SV ist Dieter Hecking bereits vertraut.

(Foto: imago/Agentur 54 Grad)

Die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga legt der Hamburger SV in die Verantwortung von Dieter Hecking. Der 54-Jährige löst Hannes Wolf ab, der an dem Vorhaben gescheitert war. Ein Problem für den neuen Trainer: Für den Erfolg seiner Mission fehlt ihm noch ein passendes Team.

Dieter Hecking soll den Hamburger SV zurück in die Fußball-Bundesliga führen. Der neue Hoffnungsträger tritt die Nachfolge von Hannes Wolf an, der nach dem verpassten Aufstieg den Klub schon nach sieben Monaten wieder verlassen musste. Hecking erhält zunächst einen Einjahresvertrag. Sollte der Aufstieg gelingen, werde sich der Kontrakt automatisch verlängern. Nichts anderes als die Rückkehr kann das Ziel sein, daran ließ de  Ex-Bundesligaprofi keinen Zweifel: "Gäbe es nur die Vorgabe, ein guter Zweitligist zu sein, säße ich nicht hier." Natürlich bedeute diese Zielvorgabe Druck, "aber den gibt es ja beim HSV seit mehr als 50 Jahren."

Hecking, 54 Jahre alt, trainierte zuletzt zweieinhalb Jahre lang Borussia Mönchengladbach. Trotz Platz fünf und dem Erreichen der Europaliga hatte der Bundesligist schon früh in der Rückrunde entschieden, sich von ihm am Saisonende zu trennen. Für ihn übernimmt Marco Rose von Red Bull Salzburg. Hecking war in den vergangenen Wochen bei mehreren Vereinen im Gespräch, unter anderem beim FC Schalke 04. Auch beim HSV wurde er nach der feststehenden Trennung von Wolf als aussichtsreicher Anwärter gehandelt.

Massiver Umbau des Kaders

Völlig aus dem Nichts kommt sein Engagement daher nicht mehr. In der vergangenen Woche hatte der in der Nähe von Hannover lebende Hecking bereits mit Ralf Becker gesprochen, der da noch Sportvorstand des HSV war. Nach dessen überraschender Ablösung und der Inthronisierung von Jonas Boldt blieb der ehemalige Profi dennoch Kandidat Nummer eins und geht von daher als Wunschtrainer durch.

Sein Auftrag ist es nun, ein schlagkräftiges Team zu formen, um dann im zweiten Anlauf wieder in die Bundesliga aufzusteigen. Der Kader des finanziell klammen Vereins wird dazu massiv umgebaut. Über ein halbes Dutzend Spieler hat den HSV verlassen, weitere Profis sollen ebenfalls gehen. Bislang nahmen die Hanseaten Stürmer Lukas Hinterseer und Jan Gyamerah vom VfL Bochum, David Kinsombi von Holstein Kiel und Jeremy Dudziak vom FC St. Pauli für die neue Saison unter Vertrag. Am 24. Juni wird Hecking erstmals im Hamburger Volkspark das Training leiten. Das erste HSV-Pflichtspiel mit dem neuen Trainer auf der Bank wird der Zweitliga-Auftakt am letzten Juli-Wochenende sein. "Die zweite Liga schreckt mich nicht, sie ist viel besser als ihr Ruf. Und vom ersten Tag an gestalten, das fühlt sich gut an."

Quelle: n-tv.de, tno/sid/dpa

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