Fußball

Punktgleich mit Quarantäne-Klub Hectors Doppel stoppt Kölns grausame Serie

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Tief durchatmen?

(Foto: dpa)

Im eigenen Stadion ist der 1. FC Köln sogar schlechter als der FC Schalke - bis heute. Der Effzeh verhindert die vorzeitige Champions-League-Qualifikation von RB Leipzig. Und noch viel wichtiger: Die Kölner schließen zu Hertha BSC auf. Dem Klub, der gerade tatenlos zugucken muss.

Dank Doppelpacker Jonas Hector hat der 1. FC Köln einen großen Sieg gegen RB Leipzig gefeiert und damit den Endspurt im Abstiegskampf eingeläutet. Im zweiten Spiel unter "Feuerwehrmann" Friedhelm Funkel gewann der FC mit 2:1 (0:0) und verkürzte mit dem ersten Sieg seit Anfang Februar und dem überhaupt erst zweiten Heimerfolg der Saison den Abstand aufs rettende Ufer.

Kapitän Hector (46./60.) erzielte seinen ersten Bundesliga-Doppelpack für die anfangs deutlich unterlegenen Kölner, Amadou Haidara (59.) glich zwischenzeitlich aus. Der FC bleibt als 17. auf einem direkten Abstiegsplatz, ist in den verbleibenden Spielen am Freitag beim FC Augsburg sowie beim SC Freiburg, gegen Hertha BSC und bei Schalke 04 aber eher gegen Gegner auf Augenhöhe gefordert.

Den zweitplatzierten Leipzigern indes scheint im Saisonendspurt die Luft auszugehen. Der Nullnummer gegen die TSG Hoffenheim folgte gleich die nächste Enttäuschung. Da Spitzenreiter Bayern München ohnehin enteilt ist, hatte Julian Nagelsmann von seinen Spielern zuletzt aber bereits "intrinsische Motivation" gefordert - Siegeswillen also, der unabhängig vom Tabellenstand ist.

Den zeigte RB vom Anpfiff weg, Köln war überfordert. Funkels Mannschaft wirkte zu Beginn, als spiele sie in Unterzahl. Am vergangenen Wochenende bei Funkels Premiere in Leverkusen (0:3) hatte trotz der Niederlage vieles bemerkenswert gut funktioniert: Positionsspiel, Ballsicherheit, Zug zum Tor. Gegen Leipzig passte nun zunächst gar nichts, kaum gewann Köln mal einen Ball, war er schon wieder weg.

Ganz am Ende wird's noch mal eng

Die Gäste kombinierten sich versiert und vielleicht etwas zu geduldig durch die gegnerische Hälfte: Denn bis auf eine frühe Möglichkeit durch Haidara (3.) sprangen trotz aller Überlegenheit kaum Torchancen heraus. Erst bei Nordi Mukieles Schuss (36.) und einem Kopfball von Alexander Sörloth (41.) war RB der Führung wieder ganz nah.

Doch der merkwürdige Umgang mit der eigenen Überlegenheit rächte sich in der zweiten Halbzeit schon nach 56 Sekunden. Eine starke Flanke von Jannes Horn fand den sehr freien Hector, der Kapitän traf per Kopf.

Köln agierte nun deutlich mutiger, war dadurch aber auch anfälliger. Leipzig drückte weiter, und musste sich gar nicht nah ans Tor kombinieren: Haidara traf aus 20 Metern eindrucksvoll ins Eck. In dem jetzt wilden Spiel vergingen aber erneut nur Sekunden, da schimpfte Nagelsmann erneut lautstark über die eigene Defensive: Hector schloss einen starken Angriff zur erneuten Führung ab.

RB, wechselte mehrfach offensiv, blieb energisch und kam immer wieder gefährlich auf. So entschärfte Timo Horn mit aller Mühe einen Freistoß Angelinos (73.). Justin Kluivert traf wenige Sekunden vor Schluss noch den Pfosten des Kölner Tores - dann bedeutete der Schlusspfiff die Erlösung für Funkel-Elf.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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