Fußball

Gerücht um Hasenhüttl-Nachfolge Herrlich kämpft in Zürich um seinen Job

110606180.jpg

Für Trainer Heiko Herrlich geht es bei dem Spiel gegen den FC Zürich um viel.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Fußball-Bundesliga jagt bei Bayer Leverkusen eine Pleite die nächste. Beim Pokalsieger aus Zürich muss es in der Europa League anders laufen. Trainer Heiko Herrlich ist angezählt - auch Sportdirektor Rudi Völler mag die Situation nicht mehr schönreden.

Das Spiel heute soll endlich die therapeutische Wirkung bringen: Zum dritten Mal in dieser Saison will Bayer Leverkusen den Europacup nutzen, um nach der bisherigen Irrfahrt in der Fußball-Bundesliga neues Selbstvertrauen zu tanken.

Im Europa-League-Duell beim Schweizer Pokalsieger FC Zürich heute Abend (ab 18.55 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) steht Bayer-Trainer Heiko Herrlich aber einmal mehr unter Bewährung wie auch in den folgenden beiden Spielen in der Bundesliga bei Werder Bremen und im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach. "Noch hat er unser Vertrauen. Man muss es so sagen - so ehrlich muss man sein", sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler, der vor dem Abflug einen entspannten Eindruck machte und guter Dinge war: "Wir wollen mit einem guten Resultat unser Selbstvertrauen, das zuletzt ein bisschen gelitten hat, steigern."

Noch steht der Verein hinter Herrlich

Sollten Herrlich und sein Team, das ohne den angeschlagenen Nationalspieler Jonathan Tah (Verhärtung der Wade) auskommen muss, allerdings in den restlichen drei Oktober-Spielen nicht liefern, droht dem Coach noch im Herbst das vorzeitige Aus. Der Name Ralph Hasenhüttl geistert seit Wochen unter dem Werkskreuz herum. "Mein Selbstvertrauen ist nach wie vor da. Ich versuche, die Mannschaft stark zu machen", sagt Herrlich, der aber auch im Rückblick auf das magere 2:2 gegen Hannover 96 einräumte: "Das gelingt mir nicht so, wie ich es gerne hätte. Aber ich muss trotzdem die Fahne oben halten."

Der 46-Jährige hofft, dass in Zürich die fehlende Leichtigkeit und das mangelnde "Spielglück" zu seiner Mannschaft zurückkehrt, die im Europacup nach bislang zwei Siegen eine hervorragende Ausgangsposition hat. "Wir haben die Möglichkeit, einen ganz großen Schritt zu gehen und können nach drei Spielen fast schon durch sein. Dafür brauchen wir den Hunger, und den haben wir. Ich bin guter Dinge, weil die Mannschaft auf mich einen sehr guten Eindruck macht", so Herrlich, der diese Tage vor allem als Mentalcoach gefragt war: "Der Kopf spielt eine ganz wichtige Rolle. Jetzt müssen wir wieder dahinkommen, an uns zu glauben."

Das bislang einzige Duell zwischen diesen beiden Teams gewann Leverkusen zum Abschluss der Gruppenphase des Uefa-Pokals 2007/08 mit 5:0 in Zürich. "Das interessiert mich nicht", sagte FCZ-Trainer Ludovic Magnin. Der ehemalige Bundesligaprofi hat mit seinem Team ebenfalls sechs Punkte auf dem Konto und geht mit breiter Brust gegen Bayer ins Rennen.

Quelle: n-tv.de, Jürgen Zelustek, sid

Mehr zum Thema