Fußball

"Ins erste Drittel hocharbeiten" Herthas Chef plant "größte Aufholjagd"

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Carsten Schmidt, Leiter von Herthas Geschäftsführung, bei der Mitgliederversammlung im Oktober 2020.

(Foto: imago images/Matthias Koch)

Auch Herthas Chef Carsten Schmidt denkt groß. Mit den Berlinern will er nicht weniger als "die größte Aufholjagd des deutschen Fußballs" einleiten. Die Voraussetzungen bei dem Fußball-Traditionsklub seien dafür optimal, die aktuelle sportliche Situation ist es nicht.

Trotz weiterhin akuter Abstiegsgefahr geht Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga voller Optimismus in die Zukunft. "Wir haben einen Traditionsverein mit der Bereitschaft zur Veränderung und mit einer Finanzausstattung, die Hertha BSC bisher so nicht gekannt hat", sagte Carsten Schmidt, Leiter der Geschäftsführung der Berliner, in einem Interview des Branchenmagazins "Horizont": "Daraus wird eine Geschichte werden: Wir wollen die größte Aufholjagd, die der deutsche und vielleicht der internationale Fußball je erlebt hat, einleiten und zum Erfolg führen. Wer jetzt den Weg mit uns gemeinsam geht und auf Hertha BSC setzt, der wird Teil dieser Erfolgsgeschichte."

Dank der Millionen-Investitionen von Geldgeber Lars Windhorst habe der Klub gute wirtschaftliche Voraussetzungen für einen sportlichen Aufschwung. "Wir werden bis zum Ende der Saison die Strategie für die nächsten fünf Jahre erarbeiten. Einen gemeinsamen Plan für eine sportlich und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Wir wollen uns ins erste Drittel der Tabelle hocharbeiten", sagte Schmidt.

"Sportlich in der ersten Reihe stehen"

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"Für manchen klingt das schon nicht demütig genug." Aber auch andere Klubs hätten es nach Krisen geschafft, sich zu befreien und nach oben zu kämpfen. "Unsere Ambition ist, dass dieser Klub die Stadt deutschlandweit, aber in Zukunft auch international repräsentiert, bestenfalls als Regel, nicht als Ausnahme", betonte Schmidt. Berlin sehne sich danach, "auch sportlich in der ersten Reihe zu stehen", sagte Schmidt.

Zuletzt bremste die sportliche Realität die großen Ambitionen der Berliner. Nach der Entlassung von Cheftrainer Bruno Labbadia übernahm Pál Dardai Mitte Januar. Zuletzt warnte er im "Kicker"-Interview vor einem "gefährlichen Jahr". "Fehlende Führungsspieler, zu wenig Teamgeist und viele Sprachen in der Kabine - das war die Situation", sagte der Ungar über seinen Amtsantritt. Innerhalb der letzten Wochen sei aber viel passiert: "Wir sind in die richtige Richtung unterwegs. Die Jungs werden jetzt mehr und mehr eine Mannschaft. Und das ist die Basis." Gegen Augsburg gelang der erste Sieg nach neun erfolglosen Partien in Folge. Vor dem Spiel in Dortmund am Samstag ist Hertha nur Tabellen-15. und steht zwei Punkte vor der Abstiegszone.

Quelle: ntv.de, ses/dpa/sid

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