Fußball

"Despektierlich über Hasan" Hoeneß ist sauer und ruft beim Fernsehen an

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"Uli, was hast du auf dem Herzen?"

(Foto: imago images/Revierfoto)

Eigentlich ist bald Schluss als Präsident des FC Bayern, doch Uli Hoeneß ist aktiv wie eh und je. Weil die Diskutanten einer Fußball-Talkrunde im Fernsehen nicht so über den Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic sprechen, wie er das will, ruft Hoeneß in der Live-Sendung an und beschwert sich.

Was macht eigentlich Uli Hoeneß? Am kommenden Freitag tritt er nicht zur Wiederwahl zum Präsidenten des FC Bayern an. Ansonsten aber ist er noch sehr aktiv. Am Samstagabend hat er sich ausführlich über das 4:0 (1:0) der Münchner in der Fußball-Bundesliga gefreut. Und nun, am Sonntagmorgen, hat der scheidende Patriarch mal flugs bei der Fernsehsendung Doppelpass bei Sport1 angerufen. Live und in Farbe.

Was war passiert? Die Runde diskutierte über die Suche der Münchner nach einem neuen Trainer und darüber, welche Rolle Sportdirektor Hasan Salihamidzic dabei spielt. Nach einem kurzen Einspieler sagte Thomas Helmer, einst selbst Profi beim FC Bayern, Hoeneß sei am Apparat. "Uli, was hast du auf dem Herzen?" Ihn trieb um, dass sich mehrere Diskutanten angeblich "total despektierlich über Hasan Salihamidzic" geäußert hätten.

"Allein auf seinem Mist gewachsen"

Dabei sei es doch so: "Hasan hat einen guten Job in diesem Jahr gemacht." Schließlich seien die Transfers von Benjamin Pavard, Lucas Hernández und Alphonso Davies "allein auf seinem Mist gewachsen. Und wir sind glücklich, dass wir mit diesen drei Spielern schon sensationelle Transfers gemacht haben". Salihamidzic komme in "der öffentlichen Wahrnehmung total schlecht weg. Ich finde es unverschämt, wie so über ihn heute gar nicht gesprochen wurde." Wie Helmer sagte, habe er den Sportdirektor der Münchner durchaus eingeladen, "aber er konnte leider nicht".

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Und sonst so? Ob Hoeneß dem kommenden Freitag mit gemischten Gefühlen entgegensehe? "Überhaupt nicht, seit Samstag bin ich total euphorisch." Eine bessere Einladungskarte für die Jahreshauptversammlung des Vereins habe die Mannschaft den Mitgliedern gar nicht geben können. Auch in Sachen Trainersuche habe der FC Bayern "durch dieses schöne Spiel wunderbar Zeit gewonnen, diese Entscheidung in aller Ruhe zu diskutieren". Das heißt auch, dass Interimscoach Hansi Flick erst einmal weitermachen darf. Das hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bereits bestätigt.

Sehr wahrscheinlich, sagte Hoeneß, würden Rummenigge und Salihamidzic, die mit der Suche beauftragt sind, "auch mit Oliver Kahn und Herbert Hainer" sprechen, "und ich werde auch dabei sein". Kahn wird ab Januar einfaches Mitglied des Vorstandes beim FC Bayern und als Nachfolger von Rummenigge ab dem 1. Januar 2022 aufgebaut. Hainer soll Hoeneß als Präsident folgen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Adidas ist bereits stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, Hoeneß will diesem Gremium nach dem Rücktritt als einfaches Mitglied angehören.

Quelle: n-tv.de, sgi

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