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"Größte Überraschung der Saison" Hoeneß ist verblüfft von Gnabrys Formkurve

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Serge Gnabry vom FC Bayern München hat sich ins Herz des Klubpräsidenten gespielt.

(Foto: imago images / Laci Perenyi)

Als Serge Gnabry im vergangenen Sommer zum FC Bayern München wechselt, erwartet Uli Hoeneß nicht allzu viel von ihm. Umso mehr ist der Klubpräsident nun angetan vom jungen Nationalspieler. Eine andere Koryphäe des deutschen Fußballs sagt dem 23-Jährigen eine glänzende Zukunft voraus.

Uli Hoeneß hat Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry als einen Spieler des Jahres beim FC Bayern München gelobt. "Wir dachten, na ja, den holen wir jetzt einmal zurück, und dann schauen wir, ob er hin und wieder spielt", sagte der Klubpräsident dem "Kicker": "Jetzt ist er Stammspieler, macht sehr viel Spaß und ist die größte Überraschung in dieser Saison, und zwar in positiver Hinsicht."

Gnabry war im Sommer 2017 vom SV Werder Bremen zum deutschen Fußball-Rekordmeister gewechselt, aber umgehend zur TSG Hoffenheim ausgeliehen worden. Nach einem Jahr kehrte er dann zur aktuellen Saison fest an die Isar zurück. Sein Bayern-Vertrag wurde im März bis zum 30. Juni 2023 verlängert.

In bislang 36 Pflichtspielen erzielte Gnabry (Vertrag bis 2023) zwölf Tore und bereitete neun vor. In der Bundesliga könnte ihm mit einem weiteren Saisontreffer Seltenes gelingen: Der 23-Jährige wäre der erst dritte Profi, der in drei aufeinanderfolgenden Jahren für drei verschiedene Klubs zweistellig getroffen hätte. Dies gelang bisher nur Erwin Kostedde (von 1974 bis 1977 für Kickers Offenbach, Hertha BSC und Borussia Dortmund) und Jürgen Wegmann (von 1985 bis 1988 für Borussia Dortmund, FC Schalke und FC Bayern). Gnabry traf in der vergangenen Saison zehnmal für Hoffenheim und im Jahr davor elfmal für Werder Bremen.

Sein ehemaliger U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch traut ihm das Erreichen der seltenen Bestmarke locker zu. "Wenn er es mit seinen Anlagen nicht schafft, wer dann? Ich sehe bei ihm kein Limit", sagte Hrubesch dem "Kicker". "Wenn er gesund bleibt, wird Bayern viel Freude an ihm haben, 15 bis 20 Tore pro Saison sind drin." Unter Hrubesch gewann Gnabry 2016 Olympia-Silber in Rio de Janeiro.

Morgen (ab 20.45 Uhr bei ARD & Sky sowie im Liveticker bei n-tv.de) steht für Gnabry ein besonderes Spiel an. "Für mich ist das Pokal-Halbfinale natürlich ein ganz besonderes Highlight", sagte er bei dfb.de. "Ich habe den Verein Werder Bremen wirklich sehr lieb gewonnen in meiner Zeit dort. Ich freue mich für den Verein, dass er aktuell so gut dasteht - und auch, meine alten Kumpels wiederzusehen." Das war ihm bereits am vergangenen Samstag in der Bundesliga-Partie in München vergönnt. Beim 1:0-Sieg des FC Bayern gegen seinen Ex-Klub ging der Nationalspieler noch ohne eigenen Treffer vom Feld.

Quelle: n-tv.de, cri/sid/dpa

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