Fußball

"Gerade Herz stehengeblieben" Hoeneß telefoniert Lewy-Schock schnell weg

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Ein Anblick, der in Polen und München für Schaudern sorgt: Super-Torjäger mit Eis auf dem Knie.

(Foto: imago images/Newspix)

Als RTL-Experte platziert Uli Hoeneß erstmal pointierte Kritik am DFB, bei seinem zweiten Auftritt in der neuen Rolle muss der ewige Bayern-Patron aber ganz anders agieren: Aus der "Abteilung Attacke" wird das "Kümmerkommando". Das steht Hoeneß auch gut und sorgt für schnelle Beruhigung.

Nein, diesmal ist Uli Hoeneß nicht mit scharfen, pointierten Attacken in irgendeine Richtung verhaltensauffällig geworden: Bei seinem zweiten Einsatz als RTL-Länderspiel-Experte sorgte der langjährige Präsident des FC Bayern stattdessen mit seinem enorm kurzen Draht in alle Fußball-Welt für Aufsehen - und für die schnelle Beruhigung der eigenen Nerven und denen aller Fans des Rekordmeisters.

Denn Robert Lewandowski, Weltfußballer, Tormaschine, Fabelrekordjäger, Lebensversicherung und scheinbar unzerstörbarer Dauerspieler, war mit seiner polnischen Nationalmannschaft parallel zum deutschen 1:0 gegen Rumänien erschreckend kurz im Einsatz - weil er mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. Ein verletzter Lewandowski im Saisonendspurt wäre der Super-GAU, sogar für den FC Bayern, die wenigstens qua Champions-League-Nachweis und Klub-WM-Titel beste Vereinsmannschaft der Welt.

Und so fiel Hoeneß nach Lewandowskis Auswechslung nach gut einer Stunde flugs aus der Expertenrolle und direkt hinein in die über viele, viele Jahre verinnerlichte Rolle des behütenden Bayern-Patrons. Aus der "Abteilung Attacke" wird das "Kümmerkommando": "Mir ist gerade das Herz stehengeblieben. Hoffen wir mal, dass nicht viel passiert ist", hatte Hoeneß nach erster Ansicht der TV-Bilder gesagt, ehe er spät am Abend noch schnell zum Telefon griff.

Lewandowski hatte kurz bevor er den Platz verließ einen Zweikampf im Strafraum bestritten, ein Gegenspieler war unglücklich auf seinem Bein gelandet, ein offenbar schmerzendes Knie verhinderte dann das Weiterspielen. Da stand es 3:0 gegen Andorra und Lewandowski hatte das gemacht, was Lewandowski nun mal macht: Tore geschossen, diesmal die ersten beiden. "Die ersten Prognosen sehen nicht so schlimm aus", konnte Hoeneß dann schnell live auf dem Sender verkünden. Die vielleicht beste Nachricht des Abends für alle, die es wohl mit dem FC Bayern meinen.

Für die Polen ist ein gesunder Lewandowski in diesen Tagen ebenso essenziell, denn am Mittwoch steht schon das wichtige WM-Qualifikationsspiel gegen England an. Beim Verband hofft man denn auch auf die ganz schnelle Genesung: "Er hat ein wenig Schmerzen im Knie verspürt", sagte Nationaltrainer Paulo Sousa. "Deshalb haben wir ein wenig Eis draufgepackt. (...) Er muss sich jetzt ausruhen und gut schlafen. Wie gesagt, wir hoffen, es ist nichts Ernstes."

Das Schicksal des FC Bayern, das darf nach gut vier Jahrzehnten als Macher und Gestalter des Klubs unterstellt werden, dürfte zumindest Hoeneß aber deutlich näher sein als das des polnischen Nationalteams. Und so steht am Mittwoch noch einmal das große Zittern an. In der Bundesliga steht für die Bayern am Samstag (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) das möglicherweise vorentscheidende Titelduell in Leipzig an. Ein fitter Robert Lewandowski wäre da schon wichtig. Sogar für den FC Bayern.

Quelle: ntv.de, ter

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