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"Die Beträge sind Wahnsinn" Hoeneß zweifelt an Bayerns Sané-Coup

Leroy Sané. Foto: Martin Rickett/PA Wire/Archivbild

Der FC Bayern wirbt um Leroy Sané, aber die geforderte Ablösesumme macht die Münchener skeptisch.

(Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa)

Leroy Sané könnte in diesem Sommer der Königstransfer des FC Bayern werden - wenn das liebe Geld nicht wäre. Denn offenbar schrecken die Forderungen von Manchester City die Münchener ab. Würde der Coup mit Sané nicht klappen, könnte Timo Werner wieder interessant werden.

Uli Hoeneß hat in 40 Jahren als Macher in Sachen Transfers alles erlebt, doch das schwierige Ringen um Leroy Sané bringt auch den mächtigen Patriarchen des FC Bayern an seine Grenzen. "Man muss ein bisschen skeptisch sein. Es ist eher unwahrscheinlich, dass es klappt. Es geht um Beträge, die sind Wahnsinn", sagte Hoeneß dem "Kicker". Der Traum der Bayern, mit den drei "kleinen DFB-Mopeds" Sané, Timo Werner und Serge Gnabry auch international wieder so richtig Gas zu geben, droht zu platzen.

In Venlo ist das Trio zusammengekommen, um sich mit der Nationalmannschaft auf die beiden EM-Qualifikationsspiele am Samstag in Weißrussland und drei Tage später in Mainz gegen Estland (beide 20.45 Uhr bei RTL und im Liveticker bei ntv.de) vorzubereiten. Hoeneß würde alle gerne beim "FC Bayern Deutschland" vereint sehen, Gnabry war für den Präsidenten bereits in seinem ersten Jahr beim Rekordmeister "die Überraschung der Saison". Bei Sanés Klub Manchester City sind die Bayern aber mit einem ersten Angebot, angeblich über 80 Millionen Euro, offenbar abgeblitzt.

Sané, der sich bei der Nationalmannschaft nach seinem Kurzurlaub mit neuen Rasta-Zöpfchen vorstellte, ist für die Hoeneß-Bayern beim Aufbau der neuen, auch international schlagkräftigen Mannschaft die Königspersonalie: Der frühere Schalker soll als neuer Superstar das Erbe von Franck Ribery und Arjen Robben antreten. Doch City erweist sich als hartnäckiger Verhandlungspartner. Und was will Sané, der noch bis 2021 an den englischen Meister gebunden ist? Bisher schweigt der 23-Jährige. Bundestrainer Joachim Löw jedenfalls würde einen Wechsel des Offensivspielers an die Isar begrüßen. Ein Transfer nach München wäre "für ihn und uns eine gute Geschichte". Außerdem wäre es "für die Bundesliga generell erfreulich, wenn Sané zurückkommt oder Timo Werner in Deutschland bleibt", betonte er im "Kicker".

Werner-Transfer hängt offenbar an Sané

Bei den Bayern wird die Personalie Werner aber offenbar der Personalie Sané untergeordnet. Werner hat öffentlich bekundet, seinen 2020 auslaufenden Vertrag bei RB Leipzig nicht verlängern zu wollen. Der Klub möchte deshalb in diesem Sommer eine Ablöse erzielen - doch die Bayern wissen nicht, wie teuer Sané noch werden könnte. Das Thema Werner wird laut "Kicker" in München "aktuell nicht so heiß" diskutiert. Das kann sich aber bei einer endgültigen Absage von City wegen Sané schnell ändern. Außerdem scheint die Variante denkbar, dass die Bayern Werner erst in einem Jahr holen - und die "kleinen Mopeds", wie Niklas Süle seine DFB-Kollegen nennt, dann vereint.

Löw sieht eine derartige Blockbildung für seine Auswahl als günstig, jedoch nicht zwingend erforderlich an. Wichtiger ist ihm die individuelle Entwicklung. Sané, Werner, Gnabry - "alle drei Spieler haben eine gute Ausbildung und Fortschritte gemacht", sagte er, "aber sie haben auch noch Luft nach oben, sie sind noch lange kein Ronaldo oder Messi. Das lernt man erst im Lauf der Jahre in Spielen auf allerhöchstem Niveau." Beim DFB, aber vielleicht auch in München.

Quelle: n-tv.de, Marco Mader & Oliver Mucha, sid

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