Fußball

DFB stellt alle Verfahren ein Hopp-Schmähungen bleiben unbestraft

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Eher keinen Applaus für die Entscheidung des DFB dürfte es aus Hoffenheim geben.

(Foto: dpa)

Vor der Corona-Unterbrechung ist ein ganz anderes Thema der Aufreger in der Fußball-Bundesliga: Massive Schmähungen von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp. Manche solidarisieren sich mit Hopp, den Fans wird mit Spielabbrüchen gedroht. Jetzt ist klar: Die Aktionen haben keine Folgen, zumindest für die Klubs.

Die Verfahren des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes und des DFB-Sportgerichts gegen diverse Klubs der Bundesliga aufgrund der Verunglimpfung von Hoffenheims Mehrheitseigner Dietmar Hopp sind ebenfalls eingestellt worden. Dies berichtet die ARD-Sportschau.

Am Freitag hatte der Verband mitgeteilt, dass alle noch anhängigen Verfahren aus dem Jahr 2020 gegen Vereine aus der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga, die bislang noch nicht rechtskräftig abgeschlossen wurden, eingestellt werden. Im Frühjahr war Hopp in einigen Spielen von Anhängern durch Transparente und Banner beleidigt worden.

Der DFB bestätigte der Sportschau, dass alle Verfahren gegen Vereine, die Spiele aus dem Jahr 2020 betreffen, eingestellt werden. Damit sind Anklagen vor dem Sportgericht wegen der Beleidigungen auf Transparenten oder der Darstellung von Hopps Gesicht im Fadenkreuz Anfang des Jahres nicht mehr möglich.

BVB zwei Jahre ohne Fans in Hoffenheim

Am 21. Februar widerrief das DFB-Sportgericht die am 2. November 2018 gegen den BVB ausgesprochene Bewährungsstrafe, weil Dortmunder Fans im Auswärtsspiel am 20. Dezember 2019 gegen die Kraichgauer mit Schmähungen gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp erneut auffällig geworden waren. Die Borussia muss deshalb in den kommenden zwei Spielzeiten in Auswärtsspielen bei der TSG auf ihre Fans verzichten.

Daraufhin solidarisierten sich einige Vereine mit den Schwarz-Gelben, besonders krass waren die Vorkommnisse beim Spiel zwischen Hoffenheim und Bayern München. Die Partie stand nach wiederholten Verunglimpfungen von Hopp durch Bayern-Anhänger vor dem Abbruch. Das Spiel wurde von den Spielern beider Teams durch demonstratives Ballgeschiebe unter Protest gegen die Bayern-Fans zu Ende gebracht.

Auch in Mönchengladbach und Köln gab es Vorkommnisse durch Banner und Plakate. In diesem Zusammenhang nahm der DFB-Kontrollausschuss gegen mehrere Klubs Ermittlungen auf und hätte möglicherweise Anklage vor dem Sportgericht erhoben - dies ist nun hinfällig. Als Grund für die Verfahrenseinstellungen wurde vom DFB die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen für die Klubs angegeben.

Quelle: ntv.de, ter/sid