Fußball

Trainerwechsel sorgt für Ärger Hütter wehrt sich: "Ich bin kein Lügner"

Eintracht Frankfurt steht kurz vor der erstmaligen Qualifikation für die Champions League. Trotzdem nutzt Trainer Adi Hütter seine Ausstiegsklausel, um den Klub im Sommer zu verlassen. Die Kritik ist groß, besonders wegen einer Äußerung Hütters von Ende Februar.

Trainer Adi Hütter hat seine Entscheidung für einen Wechsel vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach im Sommer verteidigt. Er verstehe "die Enttäuschung. Ich weiß, dass ich kein Lügner bin. Wenn sich viele Dinge verändern, habe ich das Recht, mir Gedanken über die Zukunft zu machen", sagte der Österreicher vor dem direkten Duell der beiden Klubs am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Bei den Gründen für diesen Schritt, der von vielen Eintracht-Fans scharf kritisiert wurde, wollte Hütter "nicht zu sehr ins Detail gehen". Bis zum Saisonende werde er aber seine "ganze Liebe und das ganze Herz" für die Eintracht geben, um die erstmalige Teilnahme des Klubs an der Champions League zu schaffen. "Ich bin noch hungriger als vorher, dass wir dieses Ziel erreichen", sagte der 51-Jährige. Ihm wird vorgeworfen, bei seiner Aussage "Ich bleibe" Ende Februar gelogen zu haben. Nachfragen dazu hatte er seitdem zumeist ausweichend beantwortet. Dazu sagte der Übungsleiter: "Zum Zeitpunkt meiner Aussage 'Ich bleibe' gab es keinen Ansatz zu etwas anderem. Erst danach haben sich die Dinge anders entwickelt."

In Gladbach tritt Hütter die Nachfolge von Marco Rose an und erhält einen Dreijahresvertrag ohne Ausstiegsklausel. Den Zeitpunkt der Bekanntgabe bezeichnete er als "nicht ideal". Allerdings sei es "besser, dass für Klarheit gesorgt wurde", sagte Hütter, der garantierte, dass die Mannschaft auch beim Spiel in Gladbach nur das Ziel Königsklasse im Kopf habe.

Auch Borussias Sportdirektor Max Eberl nahm den Neuzugang an der Seitenlinie in Schutz: "Bei Spielern regt sich niemand auf, wenn sie Ausstiegsklausel haben. Bei Trainern schon." Er "finde es legitim, wenn sehr gute Trainer ihre Zukunftsperspektive in Form einer Klausel in den Vertrag einbauen lassen." Der Fußball habe sich eben "dahin entwickelt. Bei uns hat niemand lamentiert, dass Marco Gebrauch von seiner Klausel gemacht hat. Nun profitieren wir davon, dass Adi Hütter ebenso eine hat."

Ob ihm Spieler von Frankfurt an den Niederrhein folgen, beantwortete Hütter nicht abschließend. "Ich habe mir noch keine Sekunde Gedanken über Mönchengladbach und die Spieler gemacht", sagte er. "Aktuell" habe er nicht vor, "den und den und den" mitzunehmen.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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