Fußball

Wilder Schlagabtausch beim VfB Joker Knauff kontert BVB zum späten Sieg

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Alle auf Knauff.

(Foto: dpa)

Borussia Dortmund muss um die Teilnahme an der Champions League kämpfen. Und der VfB Stuttgart ist am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga ein harter Gegner. Doch dann kommt Joker Ansgar Knauff - und packt einen richtigen Knaller aus.

Dank Teenager Ansgar Knauff hat Borussia Dortmund seine kleine Restchance auf die Champions-League-Ränge gewahrt und weiteres Selbstvertrauen für den Königsklassen-Kracher gegen Manchester City getankt. Vier Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen das englische Starensemble drehte der BVB eine temporeiche Partie beim VfB Stuttgart und gewann verdient 3:2 (0:1).

Der 19 Jahre alte Knauff erzielte in der 80. Minute von der Strafraumgrenze das Siegtor. Der Dortmunder Rückstand auf Platz vier beträgt damit weiter sieben Punkte. "Es ist eine unglaubliche Woche für mich gewesen", sagte Knauff bei Sky zu seinem Startelf-Debüt unter der Woche gegen Manchester City und nun zu seinem ersten Bundesliga-Tor. "Ich bin reingekommen, wollte mein Bestes geben. Es freut mich, dass es geklappt hat", sagte Knauff. Auf die Frage, warum er derzeit so gut drauf sei, entgegnete er lächelnd: "Ich weiß auch nicht."

Reus wieder einmal angeschlagen

Die Borussia ließ sich zunächst weder vom Rückstand durch den 14. Saisontreffer von VfB-Torjäger Sasa Kalajdzic (17.) beirren, noch durch den Verlust von Mats Hummels. Der Abwehrchef musste zur Pause wegen Magenkrämpfen ausgewechselt werden.

Danach wendete sich das Blatt: Youngster Jude Bellingham (47.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor und Kapitän Marco Reus (52.) mit seinem ersten Ligatreffer seit Dezember ließen die Borussia jubeln. Doch auch Reus humpelte nach seiner Auswechslung (67.) angeschlagen in die Kabine. Daniel Didavi glich noch einmal aus (78.), ehe Knauff mit seinem Premierentor zuschlug.

BVB-Trainer Edin Terzic hatte vor dem Spiel bei Sky versprochen, sein Team werde den "Totalschaden" gegen Konkurrent Frankfurt (1:2) "so nicht stehen lassen" und in der Liga "noch siebenmal das Champions-League-Gesicht zeigen". Doch Tribünengast Joachim Löw dürfte sich in Halbzeit eins an die jüngsten Auftritte der DFB-Elf erinnert fühlen: Viel Aufwand, Feldüberlegenheit - aber massive Ineffizienz im Angriff.

Dort rieb sich Wunderknabe Erling Haaland auf, er bekam aber wieder einmal zu wenige Bälle und hatte gegen die zunächst sehr aufmerksame VfB-Dreierkette einen schweren Stand. Dass Stuttgart einige wichtige Kräfte fehlten und kurzfristig auch noch der frühere Borusse Gonzalo Castro (muskuläre Probleme) passen musste, fiel da noch überhaupt nicht ins Gewicht.

Matthäus zur Halbzeit entsetzt

Der VfB suchte sein Heil im schnellen Umschalten nach Ballgewinnen - und kam so auch zur Führung. Torschütze Kalajdzic leitete den Angriff selbst ein, und als der Ball bei Borna Sosa auf dem linken Flügel ankam, rief ein Dortmunder: "Nicht flanken lassen!" Doch Sosa tat genau dies - und fand den Kopf von Zwei-Meter-Hüne Kalajdzic.

Reus (34.) vergab die Gelegenheit zum Ausgleich und Lothar Matthäus schimpfte zur Pause bei Sky: "So spielt keiner, der in die Champions League will." Doch das änderte sich sofort nach dem Wiederanpfiff. Bellingham besorgte nach klugem Rückpass von Gio Reyna das 1:1. Und nach einem schnellen Angriff über Reyna und Mateu Morey ließ Haaland für den freistehenden Reus durch, der von halblinks aus elf Metern einschoss.

Die Entscheidung war dies freilich nicht. Stuttgart drehte noch einmal auf, hatte bald wieder viel mehr Tempo im Spiel und kam zu guten Möglichkeiten. Tanguy Coulibaly (66.) vergab, ehe der eingewechselte Daniel Didavi (78.) doch noch traf. Zwei Minuten später schlug Knauff zu.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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